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Protektionismus
Chinas Barrieren
Von Christoph Hein
 
18. Juni 2009
Verwirrender kann Politik kaum sein: Auf der einen Seite werden die Chinesen nicht müde, dem Westen Protektionismus vorzuwerfen, etwa im Geschäft mit den begehrten Rohstoffen. Auf der anderen Seite schützen sie ihren eigenen Markt mit hohen Wällen.
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Die Beteiligung an Banken und Versicherungen ist beispielsweise weiterhin eng begrenzt. Der Selbstschutz wird damit begründet, dass die Volksrepublik ein Entwicklungsland sei und auf Jahre bleibe. Unterdessen aber versuchen chinesische Institute, Automobilkonzerne oder Stahlhersteller im Ausland einzukaufen.
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Nun fordert Peking zudem noch die lokalen Verwaltungen auf, wann immer möglich, nur chinesische Produkte zu kaufen. Ganz gleich, wie diese noch nicht genauer definierte "Buy-China-Politik" am Ende ausgestaltet wird, so viel ist klar: Sie wird China schaden. Denn viel wichtiger als der Konsum westlicher Waren ist für China der Verkauf der eigenen Produkte im Ausland. China ist die führende Exportnation. Weil dieser Export in der Wirtschaftskrise leidet, leidet auch China. Dreht es nun an der Spirale der Handelsbarrieren, wird der Westen weitere Argumente finden, chinesische Waren fernzuhalten.
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F.A.Z.
 
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