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Art Basel Miami Beach 2009
Expansion in Florida
Von Swantje Karich
Das war einmal: „Art Positions“ in Schiffscontainern auf der Art Basel Miami Beach im Jahr 2007
 
20. November 2009
Auf die erschwerten Bedingungen durch die wirtschaftliche Lage reagiert die Art Basel Miami Beach vom 3. bis zum 6. Dezember mit Expansion und neuen Konzepten. Auch der zweite, bislang als Lagerhalle genutzte Teil des Convention Center wird nun den Galerien offenstehen. In der großzügiger anmutenden Halle, so vermittelt es zumindest ein Blick auf den Lageplan, haben die Direktoren Annette Schönholzer und Marc Spiegler die Aussteller neu sortiert. Im Zentrum um einen großen Platz mit Cafés sind die sogenannten "Art Positions" ungewöhnlich prominent angeordnet; das sind die jungen Galerien, die 2008 noch im Collins Park in unmittelbarer Nähe zum Strand ihre Künstler zeigten. Die dort aufgereihten Schiffscontainer, die als Ausstellungsräume dienten, waren nach anfänglicher Euphorie über die ungewöhnliche Präsentationsform zuletzt eher kritisiert worden.
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Der Park nah dem Meer ist damit frei für das neue Aushängeschild der Messe, das "Oceanfront Area". In einem von der amerikanischen Künstlerin Pae White entworfenen "social space" werden die schon traditionellen Symposien, Konzerte, Performances und Filmvorführungen abgehalten. Im vergangenen Jahr traf man sich dafür im eher unwirtlichen Eingangsbereich der Messe, versteckt hinter schweren Vorhängen. Eingriffe in den öffentlichen Raum der Stadt garantieren wieder die "Art Projects": Die Künstlergruppe Claire Fontaine wird erklären, warum "Capitalism Kills", und Santiago Sierras Skulptur aus schwarzen Buchstaben "NO" wird nach ihrer Reise durch Europa nun auch Miami erreichen.
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Mit 75 neuen Ausstellern
Wie setzt sich der Rest auf der Hauptbühne in der Messehalle zusammen? Die Aufteilung bleibt mehr oder weniger erhalten. Die beliebten "Art Kabinetts", dieses Jahr sind es 28 Einzelschauen, werden in den Ständen der Galerien zu entdecken sein. 64 "Art Nova"-Aussteller versammeln sich in einem Abschnitt der Halle; sie zeigen junge Werke aus den vergangenen zwei Jahren. Der Bereich "Super Nova", der den ganz jungen Galeristen sehr begrenzten Raum bot und der in einem schwer zu findenden Separée untergebracht war, wurde ersatzlos gestrichen, nachdem die Einwände dagegen zu vehement wurden.
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Welche Galerien kommen nach Miami? 75 der 275 Aussteller - 2008 waren es insgesamt noch 266 - sind neu dabei, darunter auch die Rückkehrer Rubenstein, Boesky und Shafrazi aus New York und Hilger aus Wien. Die deutsche Fraktion ist wieder stark, dazu gehören unter anderen die alten Bekannten Capitain, Contemporary Fine Arts, Eigen + Art, Hetzler und Klosterfelde aus Berlin, Gmurzynska aus Zürich/Sankt Moritz, Grässlin aus Frankfurt und Thomas aus München. Die weite Reise nicht wieder auf sich nehmen unter anderen Johann König, Nourbakhsch, Scheibler und Sprüth Magers aus Berlin. Maureen Paley und Waddington aus London kommen auch nicht wieder.
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Etliche Nebenmessen haben parallel zur Art Basel Miami Beach wieder ihre Auftritte; es sind mindestens fünfzehn mit zum Teil eigenwilligen Namen wie Red Dot, Aqua Art, Green Art oder auch einfach Fountain. Seit der ersten Ausgabe der Art Basel in Miami 2002 gehört die "Nada Art Fair" zu den wichtigsten Satelliten. Für sie steht nach der trüben Stimmung 2008 ein Umzug an: Zwei Ballsäle mit den Namen "Napoleon und Richelieu" im historischen Deauville Beach Resort im Norden von Miami Beach sind neuer Austragungsort der Veranstaltung.
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F.A.Z.
AP
 
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