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Schweinegrippe
Ausbreitung nimmt deutlich zu
Polizisten gehören zu den ersten, die gegen Schweinegrippe geimpft werden
 
07. November 2009
Nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern wird die Schweinegrippe die Konjunktur in Deutschland kaum abschwächen. Bei der Notfallplanung in den Betrieben und der Krankenversorgung gebe es aber noch bedenkliche Lücken, hieß es in einer Ende Oktober vorgestellten Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der Beratungsgesellschaft ADMED und der Allianz-Versicherung. Bislang sind neun Menschen an dem neuen H1N1-Virus gestoben und rund 30.000 in Deutschland erkrankt.
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Der Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Köln, Prof. Herbert Pfister, hat vor der Ausbreitung des Virus bei Großveranstaltungen gewarnt. Im Rheinland beginnt am 11.11. die Karnevalssaison. "Man wäre eigentlich gut beraten, wenn man in diesen Zeiten solche Massenveranstaltungen meidet", sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dies gelte vor allem für Menschen, die zu gefährdeten Gruppen gehören, etwa chronisch Kranke, Patienten mit Immunschwäche sowie Schwangere. Generell bestehe bei jeder Art von Massenveranstaltungen - "sei es nun Karneval oder Fußball" - ein erhöhtes Risiko. In geschlossenen Räumen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit könne sich das Virus gut verbreiten.
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Unbestreitbar sei die Schweinegrippe derzeit deutlich auf dem Vormarsch, sagte Pfister. Die Zahl der positiven Befunde, die im Institut für Virologie in den vergangenen Tagen ermittelt wurden, habe sich im Vergleich zur Vorwoche versechsfacht. "Die Ausbreitung ist massiv." Das Virus verbreitet sich über Tröpfcheninfektion. Auch in Baden-Württemberg wurden im Sozialministerium deutlich mehr Erkrankungen registriert. Täglich kämen mehrere 100 Patienten hinzu. Noch im September seien pro Tag nur 30 bis 40 neue Fälle gemeldet worden.
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Rösler wirbt um Vertrauen
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Bürger darum gebeten, den Behörden in ihrem Vorgehen gegen die Schweinegrippe zu trauen. "Ich habe Verständnis, dass die Menschen durch die vielen, teils widersprüchlichen oder gar falschen öffentlichen Meinungsäußerungen verunsichert sind, deshalb brauchen sie Informationen, denen sie vertrauen können", sagte Rösler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.). Zuverlässige Informationen rund ums Impfen seien bei den Experten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden. Sie seien weltweit anerkannte Fachleute für die Bekämpfung von Infektionserkrankungen und für Impfstoffe. Das Gesundheitsministerium habe die wichtigsten Fragen auf der Internetseite www.neuegrippe.bund.de zusammengestellt.
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Die Produktion des Impfstoffes, der in den vergangenen Tagen in Teilen Deutschlands bereits nicht mehr vorhanden war, sei erhöht worden, sagte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies werde die Situation in den Ländern entspannen. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich nach dem Bericht der Bild-Zeitung bereits bei ihrem Hausarzt mit Pandemrix impfen, dem Impfstoff, der allen Bürgern zur Verfügung stehe.
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FAZ.NET
dpa
 
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