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Skibbe greift an
„Schwächer und schwächer und schwächer“
Von Roland Zorn, Leverkusen
Frustrierter Trainer Skibbe: Verbaler Angriff auf die Vereinsführung
 
07. November 2009
Eine Liga, zwei Welten. Während sie sich beim unbesiegten Tabellenführer Bayer Leverkusen schon auf die Reise zu den Bayern nach München in zwei Wochen freuen, wissen sie bei Eintracht Frankfurt nach dem 0:4-Desaster am Rhein nicht so recht, wohin der Weg in Zukunft führt. Michael Skibbe, der Cheftrainer des hessischen Fußball-Erstligaklubs aus der Grauzone der Bundesliga, versuchte am Freitagabend den richtungweisenden Befreiungsschlag, indem er seine Angriffsziele zwar nicht konkret benannte, wohl aber die Vereinsführung um den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen gemeint haben dürfte.
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Der Verein, forderte der sonst so freundliche Westfale mit schneidender Stimme, müsse nun schleunigst "Vollgas in allen Bereichen“ geben. Sonst habe man Perspektiven vor sich, die "schwächer und schwächer und schwächer“ würden. Es sei "ganz wichtig für den Klub und die Stadt“, dass die Eintracht ihre "Möglichkeiten, sich sukzessive zu verbessern“, nutze, um so etwas wie "Konkurrenzfähigkeit anzustreben“. Aussagen, die gegenüber Bruchhagen illoyal waren und ein deutliches Indiz dafür, dass das Verhältnis zwischen den beiden mehr als ramponiert ist. Während sich Bruchhagen zu der neuesten von inzwischen mehreren Skibbe-Attacken noch nicht öffentlich äußern wollte, nutzte der Trainer die Bühne BayArena zur Generalattacke.
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Keine Tempospieler in den Frankfurter Reihen
Bayer dürfte es gefreut haben, dass der Frankfurter Coach mit einer Reihe von Profis sein Glück versucht hatte, die nicht gerade zur Sprinterkategorie ihres Berufsstandes zählen. Da der Tabellenzehnte anders als sein Trainer im Nachspiel zu keiner Phase der Partie auf die Tube drücken konnte, lag er gegen die Leverkusener Turbo-Kicker schon nach elf Minuten hoffnungslos zurück. Kießling mit seinem achten Saisontor (2.), Reinartz (6.) und Kroos (11.) ließen die Frankfurter mühelos stehen, Bender (86.) rundete einen angenehmen Fußballabend für eine der spielstärksten Bundesliga-Mannschaften ab.
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Der Spitzenreiter ist gerüstet für die Fahrt nach München – vor allem mit einem Reiseleiter wie Jupp Heynckes, der die Bayern als Nothelfer in der vorigen Spielzeit nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann noch auf Platz zwei der Tabelle führte. "Wir können sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen“, sagte Heynckes am Freitag, "in der Truppe steckt noch viel mehr.“ München, das war für Bayer in der Vergangenheit stets der reinste Horrortrip. Diesmal aber mit dem Fuhrmann Heynckes vorweg könnte alles anders werden. "Warum sollten wir in München nicht gewinnen können?“, fragte der Leverkusener Trainer – und erntete keinen Widerspruch.
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F.A.Z.
AP
 
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