Nimmersatt
05. November 2009
Wer sich für Insekten interessiert, braucht Geduld. Denn nicht alles, was kreucht und fleucht, schwirrt einem so lästig um den Kopf wie eine Stubenfliege; im Gegenteil. Etliche Tiere verstecken sich in Bäumen. Die ließ Maria Sibylla Merian für ihre Erkundungen der Insektenwelt von Surinam dann kurzerhand fällen, damit ihr bestimmte Raupen entgegenfielen. Von 1699 bis 1701 war die Künstlerin im Norden Südamerikas unterwegs. Neben den Tieren stellte sie die Pflanzen dar - so präzise, dass Linné sich später darauf bezog. Ein wunderbarer Band zeigt die Bilder jetzt ergänzt um Erklärungen, wie die exotischen Früchte schmecken. (F.L.)
"Die Insekten von Surinam" von Maria Sibylla Merian. Taschen Verlag, Köln 2009. 192 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Gebunden, 29,99 Euro.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2009, Nr. 257 / Seite R4
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