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Aktienbörsen
Unsicherheit am Aktienmarkt wächst
 
03. November 2009
Negativ aufgenommene Nachrichten aus der Finanzbranche und der Autoindustrie haben am Dienstag die Nervosität der Anleger am Aktienmarkt verstärkt. Der Dax schloss 1,4 Prozent tiefer mit 5353 Punkten. Der MDax gab 1,3 Prozent auf 6680 Zähler nach, der TecDax sank um 0,7 Prozent auf 718 Punkte.
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"Die Nachrichtenfront ist sehr negativ, und außerdem sind wichtige charttechnische Marken gebrochen worden", sagte ein Händler. Zur Unsicherheit der Investoren trugen Börsianern zufolge auch die im Wochenverlauf anstehenden Zentralbanksitzungen in derEurozone, den Vereinigten Staaten sowie in Großbritannien bei. Im Lauf des Nachmittags hatte der Dax seine Verluste von bis zu gut 2 Prozent eingegrenzt. "Die Kursrückgänge an den amerikanischen Börsen sind nicht so stark ausgefallen, wie wohl befürchtet worden war", sagte ein Händler.
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Unterstützung erhielt die Wall Street vom 44 Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebot für den Bahnkonzern Burlington Northern Santa Fe Corp durch die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway des Starinvestors Warren Buffett. Aktivitäten im Bereich Übernahmen und Zusammenschlüsse seien immer ein gutes Zeichen für die Märkte, kommentierte Börsianer Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets. "Aber das ist nicht genug, um die negativen Nachrichten aus dem Bankensektor zu überwinden."
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Finanzwerte europaweit unter Verkaufsdruck
Angesichts enttäuschender Geschäfte der Schweizer Großbank UBS und einschneidender Veränderungen bei den britischen Geldinstituten RBS und Lloyds verkauften Anleger europaweit Bankaktien. Der Branchenindex gab 2,7 Prozent nach. Besonders groß war der Vertrauensverlust bei der Royal Bank of Scotland (RBS), deren Aktienkurs um sieben Prozent abrutschte. Großbritannien pumpt weitere 28 Milliarden Euro in die Bank.
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Lloyds-Papiere legten gegen den Trend aber 2,7 Prozent zu. Investoren waren erleichtert, dass die Bank keine weiteren staatlichen Sicherheiten in Anspruch nehmen muss. In Zürich fielen UBS-Papiere um 5,8 Prozent. Die Schweizer Bank habe die Erwartungen einmal mehr enttäuscht und eine Besserung sei noch nicht in Sicht, sagten Händler.
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Im Dax rutschten Commerzbank vier Prozent ab. "Die Aktie bekommt die Quittung für die massiven Verluste der Bank im dritten Quartal", sagte ein Händler. Die Aktien der Deutschen Bank fielen um 4,1 Prozent.
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BMW-Gewinneinbruch belastet Autowerte
Kräftige Abschläge verbuchten auch Autoaktien, nachdem BMW für das dritte Quartal einen Gewinneinbruch bekanntgegeben hatte. DZ-Bank-Analyst Michael Punzet bezeichnete die operative Entwicklung als enttäuschend. "Wir sehen noch einige Risiken für BMW von der Währungsseite." BMW-Aktien brachen 6,3 Prozent ein und waren damit Dax-Schlusslicht. Die Papiere von Konkurrent Daimler büßten 4,4 Prozent ein. In Paris fielen die Aktien von Peugeot und Renault um bis zu 2,6 Prozent.
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Gegen den Trend stiegen die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius und seiner Dialysetochter FMC um 6,8 beziehungsweise 4,6 Prozent und führten damit den Dax an. "Das stark defensive Geschäftsmodell zahlt sich aus. FMC überraschte bei allen Zahlen positiv, Fresenius entsprach weitgehend den Erwartungen", sagte ein Händler. Auch die Quartalszahlen von Beiersdorf und Metro überzeugten Anleger, die Aktien verteuerten sich um 3,3 beziehungsweise 4,3 Prozent. Die Aktien des französischen Metro-Konkurrenten Carrefour legten 1,2 Prozent zu.
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Banken- und Technologiewerte ziehen Wall Street ins Minus
Schlechte Nachrichten aus der Technologie- und der Finanzbranche belasten die New Yorker Börse am Dienstag. Der Dow-Jones-Index verliert 0,7 Prozent auf 9719 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index sinkt 0,6 Prozent auf 1036 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index gibt 0,7 Prozent auf 2035 Zähler ab. Der PHLX Halbleiterindexfiel um 2,5 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Branche auf "Vorsicht" von "Attraktiv" herabgestuft hatte.
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Nach schwachen Vortagsvorgaben aus Übersee tendierten die Märkte niedriger, sagt Charles Lieberman von Advisors Capital Management. Nach einem Aufwärtstrend seien die Märkte der Ansicht, es sei Zeit für eine Korrektur nach unten.
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Citigroup verbilligen sich um 3,3 Prozent, Bank of America um 1,9 Prozent und J.P. Morgan Chase um knapp ein Prozent. Die Aktien des Kreditkartenanbieters Mastercard sanken nach Vorlage von Quartalszahlen um 2,4 Prozent.
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Selbst die Übernahme von Burlington Northern durch Warren Buffetts Berkshire Hathaway kann die Wall Street nicht beflügeln. Der Starinvestor will die Eisenbahngesellschaft für 34 Milliarden Dollar übernehmen. Deren Aktienkurs legt um 28 Prozent auf 97,43 Dollarzu. Union Pacific und CSX verteuern sich um mehr als 5 Prozent.
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Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
Natascha Vlahovic, FAZ.NET
 
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