Gehaltsanalyse

Das meiste Geld lässt sich in Hessen verdienen

 - 15:13

Berufsanfänger und Wechselwillige beschäftigen sich zuweilen auch mit der Frage, ob sich an ihrem Wohnort eigentlich genug Geld verdienen lässt. Hinweise für eine Antwort bieten jetzt neue Daten der Vergütungsberatung „Gehalt.de“, die FAZ.NET vorab vorliegen.

Demnach werden in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern die besten Gehälter in Deutschland gezahlt. Diese Bundesländer sind am lukrativsten sowohl für Berufseinsteiger als auch für Ausgelernte. Am schwächsten in Sachen Entlohnung schneiden dagegen die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ab.

„Ein wichtiger Grund für die verhältnismäßig geringen Gehälter in den neuen Bundesländern ist, dass dort vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen ihren Sitz haben“, sagt der Geschäftsführer von Gehalt.de, Philip Bierbach. Die Dax-Konzerne und andere kapitalstarke große Unternehmen sitzen dagegen vornehmlich in den alten Bundesländern. Im Vergleich zum deutschen Durchschnitt wird in Ostdeutschland bis zu 24 Prozent weniger Lohn gezahlt.

Besonders plastisch zeigt sich der Unterschied beim Vergleich der Gehälter von Berufseinsteigern mit Studienabschluss aus Mecklenburg-Vorpommern mit denen von Absolventen einer Lehre in Hessen. Akademisch ausgebildete Berufsanfänger in Mecklenburg-Vorpommern verdienen nämlich im Schnitt 33.587 Euro brutto im Jahr. Das ist nicht viel mehr als hessische Beschäftigte nach Abschluss einer dualen Ausbildung bekommen: im Schnitt 32.704 Euro. Wer nach der Lehre dagegen in Mecklenburg-Vorpommern zu arbeiten anfängt hat durchschnittlich nur die Chance auf 21.847 Euro Einstiegsgehalt.

Der Untersuchung zufolge, für die insgesamt 750.848 Gehaltsdaten ausgewertet wurden, ist Stuttgart die Landeshauptstadt, in der derzeit die höchsten Gehälter gezahlt werden. Dahinter folgen München und Düsseldorf. Die hinteren Ränge belegen auch hier ostdeutsche Städte: Schwerin, Magdeburg und Erfurt.

Und in welchen Berufen wird in Deutschland am meisten Geld verdient? Noch immer führen die Ärzte die Liste an. Oberärzte stehen mit im Schnitt 116.937 Euro Bruttojahresgehalt vor den Fachärzten mit 78.004 Euro. Dahinter folgen in der Liste der am besten entlohnten Berufe die Fondsmanager. Auf Platz vier stehen Corporate Finance Manager und knapp dahinter Key Account Manager. Auf dem sechsten Platz folgt dann mit den Patentingenieuren der erste Ingenieursberuf.

Am schlechtesten verdient man in Deutschland dagegen als Zimmermädchen. Die Bruttojahresgehälter liegen hier im Schnitt bei 19.373 Euro. Auch relativ schlecht wird der Untersuchung zufolge in den Berufen Küchenhilfe und Friseur gezahlt.

Quelle: nab.
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