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Bewerbung

Firmen lassen sich mehr Zeit bei der Einstellung

 - 08:00

Einstellungsprozesse dauern immer länger. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie des Arbeitgeberbewertungsportals Glassdoor. Das liegt unter anderem daran, dass Arbeitgeber ihre Auswahlverfahren intensivieren. Background-Checks, Fertigkeits- und Persönlichkeitstests bis hin zu Drogentests werden immer häufiger eingesetzt - und damit dauert auch der Weg von der Bewerbung bis zum neuen Arbeitsplatz länger.

Demnach dauern Bewerbungsverfahren heute 3,3 bis 3,7 Tage länger als noch 2010. In den Vereinigten Staaten erfordert ein Bewerbungs- und Einstellungsverfahren nun durchschnittlich 22,9 Tage Zeit. Und in Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich dauern Einstellungen im Durchschnitt sogar noch vier bis neun Tage länger als in den Vereinigten Staaten und Kanada (22,1 Tage).

In Europa warten Bewerber länger

In der Studie mit dem Titel „Why is Hiring Taking Longer?“ untersuchen die Autoren die Gründe für die langen Einstellungsphasen aus dem Blickwinkel der Bewerber. Als Datenquellen dienen die Auswertungen von Bewerbungsgesprächen von Arbeitssuchenden, die ihre Erfahrungen auf dem Internetportal Glassdoor mitteilten. Der Bericht berücksichtigt die sechs Länder Amerika, Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada.

Die Zeit, die ein Stellenbewerber aufbringen muss, um ein Bewerbungsverfahren zu durchlaufen, unterscheidet sich weltweit deutlich. In den Vereinigten Staaten nahm ein Einstellungsverfahren im Jahr 2014 im Durchschnitt 22,9 Tage in Anspruch, verglichen mit nur 12,6 Tagen im Jahr 2010. Nur in Kanada berichten Arbeitssuchende über noch kürzere Fristen bei den Einstellungsverfahren (durchschnittlich 22,1 Tage). Demgegenüber berichteten Bewerber in Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Australien von deutlich längeren Bewerbungs- und Einstellungsverfahren. Französische Bewerber warten am längsten (31,9 Tage), gefolgt von Deutschland (28,8 Tage), Großbritannien (28,6 Tage) und Australien (27,9 Tage).

Immer mehr Eignungstests - vor allem in Amerika

Während es in den letzten Jahren bei den Einstellungsgesprächen kaum zu Veränderungen kam, berichten Bewerber in Amerika von einer Zunahme bei anderen Arten von Kontroll- und Auswahlverfahren. So stiegen dort die Background-Checks bei Stellenbewerbern in den letzten Jahren von 25 Prozent (2010) auf 42 Prozent im Jahr 2014. Andere Verfahren zur Eignungsprüfung der Bewerber, die inzwischen an Bedeutung gewonnen haben, umfassen Qualifikationstests (von 16 Prozent im Jahr 2010 auf 23 Prozent im Jahr 2014), Drogentests (von 13 auf 23 Prozent im selben Zeitraum) und Persönlichkeitstests (von 12 auf 18 Prozent). Dieser zusätzliche Bewerbungsschritt trug zu einer Zunahme der durchschnittlichen Dauer von Einstellungsverfahren bei, die sich in Einzelfällen um eine ganze Woche verlängerte.

Aus der Perspektive der Bewerber zeigt sich, dass die Dauer des Verfahrens vom Arbeitgeberprofil, beispielsweise von der Branchenzugehörigkeit, dem Standort oder der Mitarbeiterzahl beeinflusst wird. Bewerber für eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst melden die längsten Wartezeiten bei Einstellungsverfahren: Diese reichen von 49,5 Tagen in Australien bis zu 60,4 Tagen in Amerika. Demgegenüber können sich Bewerber bei Franchise-Unternehmen am schnellsten einen Arbeitsplatz sichern: In Australien dauert hier das Einstellungsverfahren lediglich 8 Tage und in Amerika 10,6 Tage.

Zudem mussten sich Bewerber in Amerika, Kanada und Großbritannien bei Arbeitgebern mit 10 bis 49 Angestellten auf Einstellungsverfahren vorbereiten, die zwischen 15,2 und 16,9 Tagen dauerten. Bei Konzernen mit mehr als 100.000 Beschäftigten dauerten die Einstellungsverfahren in diesen drei Ländern hingegen 23,0 bis 36,1 Tage.

Die Ergebnisse des Berichts beruhen auf der Auswertung von 344.250 anonymen Befragungen, die von Arbeitsplatzsuchenden über einen Zeitraum von sechs Jahren zwischen Februar 2009 und Februar 2015 auf der Internetplattform beantwortet wurden. Der Bericht untersucht vier Aspekte: Die durchschnittlichen Fristen von Einstellungsverfahren im vergangenen Jahr, die Veränderungen im Zeitverlauf, Faktoren, die zu Verzögerungen beitragen und Ursachen der Veränderungen. Neben den länderspezifischen Unterschieden bezieht die Studie auch die genannten vier Aspekte unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße, Berufs- beziehungsweise Stellenbezeichnung, Standort und Branche ein.

Quelle: gaba.
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