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Der Chef übernimmt die Wohnungssuche

Von Nadine Oberhuber
 - 10:40

Das Angebot des Chefs klang verlockend: Er hatte einem 35-jährigen Ingenieur, seinem besten Mann, eine neue Position angeboten und wollte ihn zum Teamchef befördern. Mehr Gehalt inklusive, Dienstwagen sowieso. Der einzige Haken an der Sache: Er sollte den Standort wechseln und in der Hauptniederlassung in München arbeiten statt im bayerischen Umland. Eigentlich ein super Angebot.

Trotzdem lehnte der Ingenieur nach einigem Überlegen ab: „Wenn ich das mache, frisst mir allein die Miete schon die Gehaltserhöhung weg. Ganz zu schweigen von den höheren Lebenshaltungskosten. Außerdem graut es mir vor dem Umzug.“ Für das Geld, das er zurzeit für ein 140-Quadratmeter-Haus zahlt, würde er in der Großstadt nicht einmal eine Zweizimmerwohnung bekommen. Dass das Wohnen in Großstädten zum Problem geworden ist, merken inzwischen nicht nur Mieter, sondern auch immer mehr Arbeitgeber. Sie müssen etwas tun, wenn sie ihre Mitarbeiter halten oder neue anwerben wollen – und manche sind dabei auf die Idee gekommen: Statt des Dienstwagens finanzieren wir unseren Angestellten lieber das Wohnen.

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Quelle: F.A.S.
Nadine Oberhuber
Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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