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Zuwanderung und Arbeit

Migrantinnen entlasten Familien

 - 14:04

Familie oder Beruf? Viele Frauen in Deutschland stehen immer noch vor der Frage, was von beidem ihnen wichtiger ist – manche stellen ihren Kinderwunsch zurück, andere arbeiten weniger. Eine aktuelle Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) deutet nun darauf hin, dass Zuwanderung dazu beitragen kann, diesen Entscheidungsdruck abzumildern. Denn vor allem Migrantinnen arbeiten häufig in der Kinderbetreuung, der häuslichen Altenpflege oder übernehmen auch klassische Hausarbeit – und können so einheimische Familien entlasten.

Drei Aspekte untersuchen die Forscher genauer. So stellen sie zum einen fest, dass ein steigender Anteil von Migrantinnen in einer Region die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass einheimische Frauen mehr arbeiten. Steigt der Anteil der Zuwanderinnen an der Bevölkerung beispielsweise um 10 Prozent, nehme die Wahrscheinlichkeit, dass deutsche Frauen länger als 30 Stunden arbeiten, um 0,9 Prozentpunkte zu – von 53 auf 53,9 Prozent. Es handle sich um einen „positiven und statistisch signifikanten Effekt“, schreiben die Wissenschaftler.

Auch steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Frauen ein Kind bekommen. Zudem wenden sie selbst weniger Zeit für die Betreuung ihrer Kinder und für Hausarbeit wie Waschen, Kochen und Putzen auf.

Der Effekt fällt allerdings für Frauen mit unterschiedlichen Qualifikationsniveaus unterschiedlich stark aus. Am stärksten ist er für mittelqualifizierte Frauen, die eine Berufsausbildung haben. Höherqualifizierte Frauen mit Hochschulabschluss hingegen sind finanziell häufig besser gestellt und können sich Hilfe im Haushalt auch dann leisten, wenn das Angebot eher knapp ist. Geringqualifizierte wiederum haben oft so wenig Geld zur Verfügung, dass sie auch dann zum Beispiel keine Putzfrau beschäftigen, wenn die Preise dafür aufgrund des größeren Angebots etwas sinken.

Quelle: bee./F.A.Z.
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