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Begrüßungsgeld

Das zahlen Uni-Städte ihren neuen Einwohnern

 - 14:19
Studenten in Rostock: Auch hier gibt es Begrüßungsgeld. Bild: dpa, nab.

Der Semesterstart naht und damit für viele angehende Erstsemester ein Umzug in ihre Uni-Stadt. Wen es nicht gerade in eine der großen, bekannten Uni-Städte verschlägt, für den könnte es sich womöglich lohnen, darauf zu schauen, ob die neue Stadt ein „Begrüßungsgeld“ zahlt. Das ist eine Prämie, die an diejenigen geht, die einen neuen Erstwohnsitz in der Stadt anmelden.

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Manche Städte zahlen solche Zuschüsse, weil sie generell davon profitieren, mehr Einwohner zu haben. Der Grund dahinter: Beim kommunalen Finanzausgleich werden nur Personen mit Erstwohnsitz berücksichtigt. Für Studenten, die nur eine Nebenwohnung in einer Stadt oder Gemeinde haben, gibt's dagegen kein Geld. Deshalb „belohnen“ einige Städte und Gemeinden Studenten, die ihren Hauptwohnsitz ummelden. Manchmal heißt die entsprechende Prämie auch Umzugsbeihilfe, Studienbeihilfe, Erstwohnsitzmodell oder Mobilitätszuschuss.

Das Kreditportal Vexcash hat nun eine Aufstellung von 20 Orten mit „Begrüßungsgeld“ veröffentlicht und anhand dessen dokumentiert, wie unterschiedlich hoch diese Prämie ist - und wo sich das Ummelden besonders lohnt. Allerdings erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Angeführt wird sie ausgerechnet von einem kleinen Ort namens Gütenbach in Baden-Württemberg mit rund 1250 Einwohnern. Gütenbach liegt in der Nähe der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald und erhofft sich, mit einer Prämie von satten 500 Euro zusätzliche studentische Einwohner zu werben.

Daneben fallen vor allem ostdeutsche Städte durch hohe Begrüßungsgelder auf: Schmalkalden, eine 20.000 Einwohner starke Ortschaft in Thüringen, zahlt 47 Euro für den Wohnsitzwechsel – und zwar acht Semester lang jedes Halbjahr aufs Neue. So kommen insgesamt 376 Euro zustande; der Betrag entspricht dem Semesterbeitrag.

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Auch in Wernigerode in Sachsen-Anhalt wird den Studenten der Semesterbeitrag erstattet. Insgesamt können Studenten mit Erstwohnsitz rund 323 Euro erhalten, was dem Semesterbeitrag von vier Semestern entspricht. Die Auszahlung erfolgt erst nach Beendigung des dritten Semesters.

Auch Gera kommt auf ein beachtliches Begrüßungsgeld von 300 Euro; allerdings ist es ebenfalls an eine Auflage geknüpft: Hier müssen die Studenten drei ganze Jahre in der
Stadt wohnhaft bleiben, um den vollen Betrag auszuschöpfen, da sie erst nach Beendigung eines jeden Jahres 100 Euro erhalten.

Keine Auflagen außer der Anmeldung des Erstwohnsitzes machen dagegen Neubrandenburg, Leipzig, Dresden, Rostock und Stralsund, die jeweils 150 bis 200 Euro zahlen. Fünf der 20 untersuchten Städte zahlen 100 Euro; Marburg in Form eines Einkaufsgutscheins 50 Euro.

Quelle: nab.
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