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Trump (und andere Katastrophen)

Von Christian Palm
 - 06:28

Hoffentlich sind Sie heute Morgen aufgewacht und haben festgestellt: Alles in Ordnung! Haus steht noch, Auto ist nicht weggeschwemmt worden und die Bäume im Garten sind auch noch alle an ihrem Platz. Zum Glück gilt das für fast alle Menschen, die heute aufgestanden sind oder es noch tun werden. Auch wenn manchmal der Eindruck entsteht, dass es im Moment mehr Hurrikans, Unwetter und Vulkan-Ausbrüche gibt, ist die Erde im Großen und Ganzen ein ziemlich sicherer Ort. Und fernab der „Alles-wird-immer-schlimmer-Rhetorik“ gibt es Fachleute, die untersuchen, wie sich die Katastrophen auf der Welt tatsächlich entwickeln. Heute stellt die Munich Re, der weltgrößte Rückversicherer, ihre Bilanz vor. Sie gibt deutliche Hinweise darauf, wie katastrophal die Lage wirklich ist.

Um die Politik-Katastrophe Donald Trump einzuordnen, braucht es eigentlich keine Fachleute. Wir fragen trotzdem welche. Der Politikwissenschaftler Christopher Daase äußert sich im Interview relativ undiplomatisch: „Trump ist ahnungslos“, meint er. Wenn heute der Nato-Gipfel in Brüssel beginnt, werden die Rollen klar verteilt sein: Trump wird poltern, fordern und drohen. Der Rest des Militärbündnisses wird hoffen, dass er am Ende doch nicht Ernst macht. Denn in einem Punkt hat der amerikanische Präsident gar nicht so Unrecht, kommentiert Berthold Kohler.

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Das Wort „Katastrophe“ für die Taten des NSU wäre ein Euphemismus. Was die rechtsextreme Mörderbande über die Jahre angerichtet hat, wird kein Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte je reparieren können – sei das Verfahren auch noch so aufwändig. Das Oberlandesgericht München wird heute seine Urteile verkünden. So viel ist jetzt schon klar: Viele Fragen werden auch danach unbeantwortet bleiben.

Und sonst: Ermitteln Kroatien und England, wer im WM-Finale gegen Frankreich spielen darf, warten wir auf Nachrichten aus Thailand, wie es den geretteten Jungen und ihrem Trainer geht. Wird die Diskussion über Seehofers Asyl-„Masterplan“ weitergehen.

Die Nacht in Kürze

Die Eskalation im Handelsstreit zwischen Amerika und China geht weiter: Als Reaktion auf Gegenmaßnahmen aus Peking arbeitet die Regierung in Washington an neuen Zöllen. Es geht um Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar.

Der amerikanische Präsident wettert auf Twitter gegen steigende Medikamentenpreise bei Pfizer. Einen Tag später gibt der Pharmakonzern nach.

Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica steht Facebook in Großbritannien nun vor der höchsten Strafzahlung, die die dortige Datenschutzbehörde verhängen kann. Der Betrag dürfte dem Unternehmen aber kaum weh tun.

Quelle: FAZ.NET
Christian Palm
Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET
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