Krimibestenliste

Diese Krimis sollten Sie im Februar gelesen haben

 - 14:01

1.

Tana French – Gefrorener Schrei
Platzierung im Vormonat: 4

Dublin. Steve Moran und Antoinette Conway, Ich-Erzählerin dieses Dialog-Wunderwerks, sollen nur noch schnell den Fall der erschlagenen Aislinn aufklären, ein Verdächtiger ist ratzfatz gefunden. Doch Conway, Außenseiterinnen-skeptisch, traut den Kollegen nicht, die vorgeben, alles im Griff zu haben.
Aus dem Englischen von Ute Wasel und Klaus Timmermann. Fischer Scherz, 656 Seite, 16,99 Euro

2.

Jerome Charyn – Winterwarnung
Platzierung im Vormonat: /

Washington, D.C., 1989. Isaac Sidel ist neuer Präsident der Vereinigten Staaten. Ohne Macht: Sein Stab sabotiert ihn, der Wahnsinnige will die Armut abschaffen. West-Kapitalisten und russische Gangster auf Mordkurs. Sidel wehrt sich mit Charisma und Gaunerintuition. Band zwölf der größten Kriminalsaga Amerikas.
Aus dem Englischen von Sabine Schulz. Diaphanes, 328 Seiten, 24 Euro

3.

Paul Mendelson – Die Straße ins Dunkel
Platzierung im Vormonat: /

Kapstadt. Nichts ist vergessen, trotz Versöhnungskommission. Colonel de Vries, Spitzenkriminalist, erkennt die gefälschten Indizien im Mordfall einer liberalen Industriellentochter. Aber die Wahrheit hinter dem Offensichtlichen zu finden, verlangt das Schwerste, die Rückkehr ins Schreckliche.
Aus dem Englischen von Jürgen Bürger. Rowohlt, 400 Seiten, 16,99 Euro

4.

Liza Cody – Miss Terry
Platzierung im Vormonat 2

London. Als im Müllcontainer die Leiche eines farbigen Neugeborenen gefunden wird, bekommt Lehrerin Nita Tehri den weißen britischen Überlegenheitsdünkel zu spüren: Sie hat dunkle Haut und muss die Mörderin sein. Nitas Glaube an Integration durch Anpassung bröselt. Sie lernt sich zu wehren. Famos
Aus dem Englischen von Grundmann & Laudan. Ariadne, 320 Seite, 17 Euro

5.

André Pilz – Der anatolische Panther
Platzierung im Vormonat: /

München, Bregenz. Deutschtürke Tarik ist bekloppt vor Liebe. Erpresst vom Bullen Beer klaut der Kleindealer aus einer Islamistenmoschee Codes und Kriegskasse. Und wird prompt als Terrorist gejagt. Mit seiner Multikultifreundesbande schlägt er sich tapfer. Rauhe Kerle, Kino aus der Vorstadt.
Haymon, 448 Seiten, 12,95 Euro

6.

Bernhard Aichner – Totenrausch
Platzierung im Vormonat: /

Lofoten, Hamburg. Bestatterwitwe Brünhild Blum, fünffache Mörderin, auf der Flucht. Ihre Stärke: mörderische Entschlossenheit, ihre Schwäche: Zutrauen. Begibt sich, gerät in die Fänge des Zuhälters Schiele, wird gebrannt, geschunden, kämpft für ihre Kinder. Morden hilft: Alles wird gut.
btb, 480 Seiten, 19,99 Euro

7.

Patrick McGinley – Bogmail
Platzierung im Vormonat: 1

Glenkeel, Donegal. Von Sinn und Nutzen des Mordens handelt dieser Roman von 1978. Roarty hat seinen Barkeeper erschlagen und im Moor versenkt. Jetzt drohen anonyme Briefe mit Enthüllung. Vergnüglich: Whiskey-gestärkte Männer im englisch-irischen Gesprächskampf. Sex und Feinsinn: eine Wonne.
Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Steidl, 344 Seiten, 24 Euro

8.

Joe Ide – IQ
Platzierung im Vormonat: 6

Los Angeles. Isaiah Quintabe ist ein Genie, aber ein Guter. Als privater Detektiv schlichtet er Nachbarschaftsstreitigkeiten. Manchmal übernimmt er große Fälle. Dann wird es bizarr und wild: Rapper Black Knife sieht sein Leben bedroht - von Weibern, Agenten, Gangsta-Rappern. Herrlich schlanker Spaß.
Aus dem Englischen von Conny Lösch. Suhrkamp, 387 Seiten, 14,95 Euro

9.

Mark Douglas-Home – Sea Detective
Platzierung im Vormonat: /

Edinburgh, Nordseeküste. Der Ozeanologe „Sea-Detective“ Cal und DS Helen ermitteln gegen Menschenhändler (indische Jungfrauen für notorische Sextäter) und in eigener Sache (Familienzwist auf winziger Insel). Atmosphärisch super. Die Schotten packen’s an, ob Gischt oder Gemeinheit.
Aus dem Englischen von Stefan Lux. Rowohlt, 400 Seiten, 9,99 Euro

10.

Les Edgerton – Der Vergewaltiger
Platzierung im Vormonat: /

Der Leser ist im Todestrakt mitgefangen vom soghaften Monolog des „Gentleman“ und Vergewaltigers Truman Ferris Pinter, dessen Super-Ich alles um sich herum desozialisiert, um die teufels-/gottgleiche Einzigartigkeit seiner Lebensform zu beweisen. Gefängnisliteratur, Grundfarbe schwarz.
Aus dem Englischen von Ango Laina und Angelika Müller. Pulpmaster, 158 Seiten, 12,80 Euro

Die Jury

Tobias Gohlis, Sprecher der Jury | Volker Albers, „Hamburger Abendblatt“ | Andreas Ammer, „Druckfrisch“, BR | Gunter Blank, „Sonntagszeitung“ | Thekla Dannenberg, „Perlentaucher“ | Fritz Göttler, „Süddeutsche Zeitung“ | Jutta Günther, „Nordwestradio“ | Sonja Hartl, „Zeilenkino“, „Polar Noir“ | Hannes Hintermeier, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ | Peter Körte, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“| Elmar Krekeler, „Die Welt“ | Kolja Mensing, „Deutschlandradio Kultur“ | Marcus Müntefering, „Spiegel Online“, „Krimi-Welt“ | Ulrich Noller, „Deutsche Welle“, WDR | Frank Rumpel, SWR | Margarete von Schwarzkopf, Literaturkritikerin | Ingeborg Sperl, „Der Standard“ | Sylvia Staude, „Frankfurter Rundschau“ | Jochen Vogt, „NRZ“, „WAZ“.

Die Jury erreichen Sie per E-Mail unter krimibestenliste@faz.de
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Quelle: F.A.S.
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