Modellprojekt in Frankfurt

Brauchen wir Krankenschwestern an allen Schulen?

Von Lucia Schmidt
 - 13:41

Dienstag Vormittag, 9.40 Uhr. Große Pause an der Ernst-Reuter-Schule II in Frankfurt. Vor dem Raum D133 hat sich eine Schlange gebildet. Ungeduldig klopfen die Schüler gegen die Tür. Karen Kreutz-Dombrofski streckt den Kopf hinaus und sagt in einer Stimmlage, die sofort deutlich macht, dass diese Frau so schnell nichts aus der Ruhe bringt: „Einen kleinen Moment Geduld bitte noch, ihr Lieben.“

Die Ernst-Reuter-Schule II ist eine integrierte Gesamtschule in der Frankfurter Nordweststadt, einem sozial durchmischten Stadtteil. In der Pausenhalle vor dem Raum von Kreutz-Dombrofski wuseln Schüler unterschiedlicher Nationalitäten herum. Viele tragen Jogginghose zu Markenturnschuhen. Kapuzenpulli zum neusten iPhone. Rucksäcke liegen auf dem Boden. Es wird gebrüllt, geschubst, getuschelt und beim Blick in die Fensterscheibe kontrolliert, ob der Haardutt auch noch genauso hübsch wie heute Morgen vor dem Badezimmerspiegel sitzt. Man gibt sich cool. Halbstarker trifft auf Girlie.

Würde man von dieser Szenerie ein Foto machen und fragen, was die Schüler denn im Raum von Karen Kreutz-Dombrofski so dringend möchten, würde die Antwort wohl überraschen. Karen Kreutz-Dombrofski ist Schulgesundheitsfachkraft. So die offizielle Bezeichnung. Anschaulicher, und gegen diesen Begriff hat Kreutz-Dombrofski auch nichts, ist Schulkrankenschwester.

An diesem Vormittag, um mittlerweile 10.10 Uhr, waren schon rund 15 Schüler bei ihr. Bis zur Mittagszeit werden es um die 30 Kinder gewesen sein. Am Nachmittag etwa 45 – und dieser Dienstag ist kein Ausnahmetag. An der Schule mit rund 1200 Kindern findet kein Sportfest statt, bei dem sich Kinder am laufenden Band Knöchel verstauchen. Es ist kein besonderer Werkunterricht, in dem Schnittwunden drohen. Die Kinder kommen mit Bauch- und Kopfschmerzen, mit angestoßenen Ellenbogen und Knien, mit Leid, das nur auf den ersten Blick den Körper betrifft und eigentlich von der Seele herrührt.

Der Andrang ist nach den großen Pausen groß

Kaum hat Kreutz-Dombrofski die schwere Tür hinter sich geschlossen, klopft es wieder. Wie im Taubenschlag bitten Schüler um ein Pflaster, einen Eisbeutel, einen Moment Ruhe oder einen Rat. Weil der Andrang gerade nach den großen Pausen besonders groß ist, behandelt Kreutz-Dombrofski manchmal zwei Schüler gleichzeitig, einen vor dem Paravent und einen dahinter. In dem liebevoll dekorierten Schulraum hängen Tim-und-Struppi-Bilder an der Wand. Kreutz-Dombrofskis herzliche Stimme durchdringt das schmale Zimmer. Auf dem Tisch stehen Wasser, Gläser und Igelbälle. Es fühlt sich wohlig an im Raum D133.

Im Moment sitzt Ella (Namen aller Schüler geändert) dort am Tisch. Sie hat Bauchschmerzen, ist blass um die Nase. Kreutz-Dombrofski hat sie kurz untersucht, den Bauch gefühlt, Fieber gemessen, geschaut, dass nichts Ernstes dahintersteckt. Dann hat sie ihr ein paar Salzbrezeln hingestellt und ein Glas Tee. Ob sie heute Morgen schon etwas gegessen habe, fragt sie. Das Mädchen schüttelt den Kopf.

Hinter dem Paravent auf einer Liege liegt Leila. Einen Eisbeutel auf der Stirn, die Augen geschlossen. Ihr Kopf brummt. Der Schmerz kommt immer und immer wieder. Kreutz-Dombrofski kennt Leila schon. Die Siebtklässlerin kommt regelmäßig zu ihr. Am Anfang wollte sie immer nach Hause gehen, zu sehr hat der Kopf geschmerzt. Jetzt hat Kreutz-Dombrofski mit ihrer Mutter besprochen, dass Leila sich immer mal eine Auszeit bei ihr nehmen darf. Dann geht es wieder in den Unterricht.

Kreutz-Dombrofski ist erfahrene Kinderkrankenschwester seit dreißig Jahren, die letzten Jahre hat sie in einer Kinderarztpraxis gearbeitet. Seit gut einem halben Jahr ist Kreutz-Dombrofski nun im Rahmen eines Modellprojektes an der Frankfurter Schule. Die hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung ist Träger des Projekts, hessisches Kultus- und Sozialministerium sind beteiligt, die Krankenkasse AOK übernimmt einen großen Teil der Kosten. In Brandenburg läuft ein ähnliches Projekt.

In Hessen sind außer Kreutz-Dombrofski noch weitere neun Schulgesundheitsfachkräfte in Frankfurt und Offenbach im Einsatz. Das Modellprojekt ist bis Ende 2018 angesetzt. Im Sommer kommenden Jahres soll es einen ersten Abschlussbericht geben. Dieser soll von der Charité in Berlin evaluiert werden. Am Schluss steht die Frage: Ist der Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften – wie es in angelsächsischen und skandinavischen Ländern vielfach schon der Fall ist – auch in Deutschland flächendeckend sinnvoll und wichtig?

„Ich bin für euch da“

Schaut man Kreutz-Dombrofski einen Vormittag bei ihrer Arbeit über die Schulter, muss die Antwort auf diese Frage lauten: absolut. Viel mehr noch, man müsste gleich diverse Gegenfragen stellen: Wie hat die Schule das geregelt, bevor eine Schulkrankenschwester an Bord war? Saßen jeden Tag rund 40 bis 50 Kinder bei der Sekretärin und ließen sich abholen von den Eltern? Und wie wurde reagiert auf Kinder, denen immer wieder übel war, für deren Klagen keine körperliche Ursache zu finden war oder bei denen nicht klar war, ob das Band am Knöchel nun gezerrt oder gerissen ist?

Zu Beginn ihrer Tätigkeit ist Kreutz-Dombrofski durch alle Klassen der Schule gegangen, hat sich vorgestellt und gesagt: „Ich bin für euch da.“ Doch ihre Aufgaben gehen über das Versorgen akuter Wehwehchen hinaus. Sie soll Gesundheitsbewusstsein und -verhalten bei Schülern und Lehrern fördern, aufklären über vollwertiges Essen, ausreichend Bewegung, Impfen, das richtige Lüften von Klassenzimmern und sinnvolle Hygienemaßnahmen. Sie soll Erste-Hilfe-Kurse geben. Ganz so, wie es die Politik immer wieder fordert und wie sie es ins Präventionsgesetz geschrieben hat. Für Kinder- und Jugendliche soll mehr Gesundheitsbildung stattfinden, unabhängig vom Elternhaus. Alle sollten die Chance bekommen, fit und aufgeklärt ins Leben zu starten. An den wenigsten Schulen wird das bisher umgesetzt.

Doch zumindest in den ersten Monaten war Kreutz-Dombrofski vor allem damit beschäftigt, die von Tag zu Tag und Woche zu Woche steigende Zahl von Schülern, die zu ihr kamen, zu versorgen. Die Jungen und Mädchen aus den Klassen fünf bis zehn fassten schnell Vertrauen zu ihr, und Kreutz-Dombrofski wurde klar: „Ich behandle oft nicht nur körperliches Leid, sondern vielmehr Bedürftigkeiten.“ Dazu zählen der leere Magen, ein Streit zu Hause, Unwohlsein wegen allem, was das Großwerden so mit sich bringt. Im Raum D133 gibt es Zuwendung, so wie sie einige Schüler sonst im Alltag, im Klassenverband und auch zu Hause nicht erleben – und das alles unter dem Versprechen der Schweigepflicht. Das macht das offene Reden leichter als bei Lehrern und Sekretärinnen. Und die wenigsten dieser Schüler, die nicht wegen eines aufgekratzten Mückenstichs kommen, würden wohl am Nachmittag aus eigenem Antrieb zu einem Arzt gehen. Bei der Schulkrankenschwester mal vorbeischauen, das hingegen schon.

Andreas Kocks ist Pflegewissenschaftler an der Universität Bonn und forscht seit Jahren zum Thema School Nursing. Er weiß von Studien aus Schweden: Die Schulkrankenschwester ist die Person an einer Schule, der Kinder am meisten vertrauen. Mehr als Sozialarbeitern oder Psychologen. Und das liegt auch an der Schweigepflicht. Für die Schulkrankenschwester wiederum ist das manchmal ein Spagat. Denn erfährt sie etwa, dass ein Kind depressiv ist, sich ritzt oder Angstzustände hat, sollte sie eigentlich zwischen Schülern, Eltern und Lehrern vermitteln.

100 Teilnehmer pro Kurs sind keine Seltenheit

Denn der Schulalltag hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren verändert. Es gibt mehr psychisch auffällige und chronisch kranke Kinder, Inklusionsklassen, Ganztagsschulen, die manche Kinder mehr Zeit im Schulgebäude als im Elternhaus verbringen lassen. Die Folge: Nicht nur bei vielen Kindern entstehen Bedürfnisse, die die bisherige Schulgemeinschaft nicht befriedigen kann. Auch Lehrer fühlen sich zunehmend überfordert. Markus Freff, Oberarzt an den Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret, hat diesen Bedarf schon vor Jahren entdeckt. Seit 2012 bietet er an seiner Klinik, unterstützt vom hessischen Kultusministerium und der hessischen Unfallkasse, medizinische Fortbildungen für Lehrer an. Die Kurse sind in der Regel fix ausgebucht. 100 Teilnehmer pro Kurs sind keine Seltenheit. „Die häufigsten Fragen der Lehrer lauten dann: Darf ich Medikamente geben? Darf ich Zecken entfernen?“, sagt Freff. Daneben beschäftigten die Lehrer vor allem rechtliche Aspekte der Ersten Hilfe und Fragen zu chronischen Krankheitsbildern wie Asthma, Diabetes und Epilepsie.

Auch Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, bestätigt, dass Schulen heute viel genauer gesundheitliche Risiken von Schülern erfassen und Eltern stärker als früher daran interessiert sind, dass Schulen über den Gesundheitszustand ihrer Kinder informiert sind.

„Für die Schulen ergibt sich dabei das Problem, die gesundheitlichen Risiken zu bewerten und alle betroffenen Lehrkräfte entsprechend zu informieren“, sagt Meidinger. Daneben beobachtet er, dass mehr und mehr Eltern aufgrund der doppelten Berufstätigkeit und fehlenden Betreuungsmöglichkeit ihre Kinder trotz Krankheit in die Schule schicken.

Diese sitzen dann, zumindest an der Frankfurter Ernst-Reuter-Schule II, mit leichtem Fieber und Blässe im Gesicht bei Kreutz-Dombrofski. In solchen Fälle ruft die Schulkrankenschwester dann auch tatsächlich die Eltern an und lässt das Kind abholen. Aber einfach nach Hause schicken gibt es sonst bei ihr nicht. „Für Eltern ist das anstrengend, wenn sie auf der Arbeit alles stehen und liegen lassen müssen, um ihr Kind zu holen. Ich versuche mir vorher ein genaues Bild davon zu machen, wie schlecht es dem Kind geht. Messe Fieber und entscheide gemeinsam mit dem Kind, ob wir die Eltern wirklich anrufen müssen oder ob eine kurze Auszeit, ein Tee oder ein Eisbeutel auf der Stirn erst einmal helfen.“

Auch das ist ein Symptom unserer Zeit. Schulen befinden sich im Spagat zwischen einem größeren Anspruchsdenken der Eltern und ihrer zugleich stetig abnehmenden Fürsorge. Lehrer sind konfrontiert mit exakteren Diagnosen und individuelleren Therapieentscheidungen. Jeder Schüler soll auf seine Kosten kommen, keiner mehr einfach so mitlaufen, vor allem, wenn er chronisch krank ist.

Eine Schulkrankenschwester könnte da tatsächlich eine Lücke im deutschen Schulalltag füllen. Vielleicht ist das nicht an allen Schulen gleichermaßen nötig, an einigen aber mit Sicherheit.

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Doch Pflegewissenschaftler Kocks warnt: In Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, das vielleicht sogar dringend müssen, weil sie sonst nicht über die Runden kämen, könnten Eltern die Gesundheitserziehung und Fürsorge an die Schulkrankenschwester abgeben. Kocks weiß aus seiner Forschung, dass das ein ernstzunehmendes Risiko ist. So dürften die Aufgaben von Schulkrankenschwestern aber nicht verstanden werden. „Mit einer Etablierung der School Nurses in Deutschland darf man Eltern nicht das Gefühl geben, dass sie aus der Pflicht genommen werden, die gesundheitliche Fürsorge für ihr Kind outsourcen können. Sie bleiben der wichtigste Gesundheitsfürsprecher“, sagt Kocks.

Kinder- und Jungendärzte fordern die Einführung von Schulgesundheitsfachkräften in Deutschland schon seit langer Zeit – „und zwar für alle Schulen, auch die Grundschulen“, sagt Barbara Mühlfeld vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Hessen. Die Ärzte erhoffen sich in Kooperation mit der Schulgesundheitsfachkraft eine bessere medizinische und psychosoziale Betreuung der Kinder. Immerhin erlebe diese die Kinder nicht in einer Praxissituation, sondern in ihrem Lebensumfeld. „Richtig umgesetzt kann die Schulgesundheitsfachkraft zu einem wichtigen Bindeglied zu uns Kinder- und Jugendärzten werden. Gerade für ältere Kinder ist das von Bedeutung, da die Vorsorgeuntersuchungen ab dem sechsten Lebensjahr freiwillige sind“, sagt Mühlfeld. Es falle immer wieder auf – gerade Kinder, die einen erhöhten Beratungsbedarf hinsichtlich ihres Gesundheitsverhaltens hätten, sehe man kaum noch zur Vorsorge in der Praxis.

Egal wen man fragt, es gibt in dieser Sache so viele Befürworter, dass man gar nicht glauben mag, dass Ärzte, Lehrer, Eltern und sogar Schüler sich einmal so einig sein können. Woran hängt es also, dass Schulkrankenschwestern bisher im Land eine Minderheit sind? Die Antwort ist nicht überraschend: an der Finanzierung. Wer soll ihren Einsatz bezahlen?

Nahe liegt es, den Staat in die Pflicht zu nehmen: Soll er doch zahlen! Auch Schulsozialarbeiter oder -psychologen erhalten ihr Gehalt schließlich aus öffentlichen Kassen. Doch ganz so einfach kann man sich die Antwort nicht machen. Auch Kranken- oder Unfallkassen könnten an den Kosten beteiligt werden, denn vielleicht wären einige Arztbesuche durch eine richtige Einschätzung der Schulkrankenschwester zu vermeiden. Chronische Erkrankungen könnten früher erkannt, psychisches Leid schon im Beginn aufgedeckt werden. Die Kosten für die Langzeitversorgung dieser Kinder könnten fallen. Soweit die Theorie.

Was ist mit den Eltern?

Aber man könnte es auch den Schulen überlassen, wie viel sie von dem Budget, das ihnen zur freien Verfügung steht, für eine solche Fachkraft ausgeben wollen. Immerhin könnten Sekretärinnen und Lehrkräfte entlastet werden. Und was ist mit den Eltern? Geben sie immer mehr Verantwortung an die Schule ab, muss ihnen eine gute medizinische Versorgung ihrer Kinder dort doch auch einige Euros wert sein. Bisher sind alle Antworten auf die pekuniären Fragen nur Gedankenspiele.

Am Ende werden neben finanziellen Unsicherheiten ohnehin nüchterne Kennzahlen – sinkende Fehlzeiten der Schüler, Zufriedenheit der Eltern, eine geringere Arbeitsbelastung und damit auch ein niedrigerer Krankheitsstand unter den Lehrern – darüber entscheiden, ob Krankenschwestern demnächst an vielen Schulen selbstverständlich sind. Das hessische Kultusministerium sowie das Ministerium für Soziales und Integration üben sich in politischer Zurückhaltung. Auf Anfrage heißt es: Für genauere Bewertungen und die Frage einer Finanzierbarkeit sei es notwendig, zunächst die Evaluierung der Berliner Charité abzuwarten.

Doch auch ohne wissenschaftliche Auswertung ist gewiss: Eine Mischung aus gesellschaftlichem Wandel, veränderten familiären Strukturen, neuen Schulformen und fehlendem Gesundheitswissen treibt die Schüler, an Kreutz-Dombrofskis Tür zu klopfen. Diese Einschätzung bestätigen auch die anderen Schulkrankenschwestern aus dem hessischen Modellprojekt. Sie haben übrigens mit weiteren Schulgesundheitsfachkräften im November ihr erstes Netzwerk in Deutschland gegründet. So wollen sie Zusammenarbeit und Weiterentwicklung stärken.

Einen Schüler zumindest gibt es an der Ernst-Reuter-Schule II, der dieses Vorhaben in seiner jugendlichen Laune gerade nicht befürworten würde. Rafael ist mit Knieschmerzen zu Kreutz-Dombrofski gekommen. Die Kniescheibe springe immer wieder raus, und er könne unmöglich noch mit gebeugtem Knie im Unterricht sitzen, zu stark seien die Schmerzen, klagt er. Er müsse dringend nach Hause. Kreutz-Dombrofski untersucht das Knie, tastet, kühlt es, bewegt es. Dramatisch wirkt es nicht. Sie bittet Rafael, kurz draußen mit dem Kühlpack auf dem Knie zu warten, während sie andere Kinder behandelt. Dabei beobachtet sie, wie Rafaels Schmerzen in der Pausenhalle offenbar von jetzt auf gleich verschwunden sind. Er tobt, rennt seinen Kumpels hinterher, kickt eine Tüte.

Als sie ihn, wieder humpelnd, später hereinruft, konfrontiert sie ihn mit den Beobachtungen. Rafael diskutiert mit eisernem Willen, wie es nur Jugendliche für ihr vermeintliches Recht können, gibt sich dann aber geschlagen und humpelt mit Eispack und dem Vorschlag im Gepäck, das Knie einfach hochzulegen,zurück in die Klasse. Beim Verlassen des Raumes D133 raunt er seinem Kumpel, der für ihn den schweren Rucksack trägt, zu: „Früher was das besser, ich konnte mich einfach im Sekretariat abmelden, da hat keiner so genau untersucht.“

Quelle: F.A.S.
Lucia Schmidt - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Lucia Schmidt
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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