Souad Mekhennet

Krisenreporterin erhält Ludwig-Börne-Preis

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Souad Mekhennet wird mit dem diesjährigen Börne-Preis ausgezeichnet. Die in Frankfurt geborene Journalistin und Autorin vereine großen Mut, klaren Verstand und echte Leidenschaft, hieß es in der Begründung. Aus dem Frankfurter Gastarbeiterkind sei eine investigative Reporterin von internationalem Ruhm geworden: „Diskriminierung, Arroganz und Heuchelei machen sie genauso zornig wie einst Ludwig Börne“.

Souad Mekhennet arbeitet als Reporterin und Kolumnistin mit dem Schwerpunkt Sicherheitspolitik und Naher Osten unter anderem für die „Washington Post“. Sie hat für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ geschrieben, für die „New York Times“ und für das ZDF gearbeitet.

Einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie bei ihren Großeltern in Marokko. Sie studierte an der Goethe-Universität Frankfurt Politologie und besuchte die Henri-Nannen-Schule für Journalismus in Hamburg. Seit Jahren bereist sie Krisengebiete wie Syrien oder den Irak. Nach dem 11. September 2001 berichtete sie über die Konflikte in Europa, Nordafrika und im Nahen Osten. Für eine Dokumentation zu den Anschlägen in New York erhielt sie den Deutschen Fernsehpreis. Zuletzt erschien ihr Buch „Nur wenn du allein kommst“, in dem sie von ihren gefahrvollen Recherchen zum islamistischen Terrorismus berichtet.

Der Preis der Ludwig-Börne-Stiftung ehrt seit 1993 hervorragende Leistungen in den Kategorien Essay, Kritik und Reportage. Er erinnert an den aus dem jüdischen Getto in Frankfurt stammenden Ludwig Börne (1786-1837), einen Vorkämpfer bürgerlicher Freiheiten, der als Begründer des politischen Feuilletons gilt. Mit 20.000 Euro Preisgeld ist er einer der höchst dotierten Literaturpreise der deutschsprachigen Länder. Über den Preisträger entscheidet jeweils ein vom Vorstand der Börne-Stiftung benannter Preisrichter allein. In diesem Jahr fiel die Aufgabe an die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören Marcel Reich-Ranicki, Rudolf Augstein, Hans Magnus Enzensberger, Frank Schirrmacher, Joachim Gauck, Alice Schwarzer, Jürgen Kaube und im vergangenen Jahr Rüdiger Safranski. Der Preis wird am 27. Mai in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

Quelle: FAZ.NET
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