Kinocharts

Die Zeit der Jedi ist noch nicht vorbei

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© The Walt Disney Company, FAZ.NET

„Star Wars: Die letzten Jedi“ bleibt die Nummer eins in den deutschen Kinocharts. Mehr als 846.000 Wochenendbesucher hätten den achten Teil des Science-Fiction-Abenteuers von Regisseur Rian Johnson zwischen Donnerstag und Sonntag gesehen, wie Media Control mitteilte. Insgesamt seien es damit etwa 4,38 Millionen Zuschauer gewesen.

Eine Veränderung gibt es nach den vorläufigen Trendzahlen auf dem zweiten Platz: „Dieses bescheuerte Herz“ mit Elyas M'Barek und Philip Schwarz in den Hauptrollen steigt vom vierten Rang auf Position zwei. Knapp 316.000 Besucher wollten den Film in seiner zweiten Einspielwoche sehen, insgesamt sind es damit laut den Angaben mehr als 718.000.

Das Dschungel-Abenteuer „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ mit Dwayne „The Rock“ Johnson rutschte von zwei auf drei, es konnte in seiner zweiten Einspielwoche etwa 315.000 Wochenendbesucher für sich verbuchen. Ebenfalls eine Position nach unten (von drei auf vier) geht es für die Musikkomödie „Pitch Perfect 3“ mit ungefähr 203.000 Wochenendbesuchern. Unverändert auf Platz fünf ist die animierte Familienkomödie „Ferdinand – Geht stierisch ab!“ mit knapp 153.000 Wochenendbesuchern.

Ein unbeständiges Jahr

Der neue Teil der „Star Wars“-Saga hat sich am letzten Wochenende des Jahres den Platz als erfolgreichster Film 2017 in Nordamerika gesichert. Mit Einnahmen von 52,4 Millionen Dollar (43,6 Mio Euro) in den Vereinigten Staaten und Kanada kam „Star Wars: Die letzten Jedi“ dort auf insgesamt gut 517 Millionen Dollar (etwa 431 Mio Euro). Damit überholte der Film das animierte Disney-Musical „Die Schöne und das Biest“, das 504 Millionen Dollar (420 Mio Euro) einspielte.

Bislang hinkt „Die letzten Jedi“ allerdings seinem Vorgänger-Titel „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ hinterher: Der Film hatte vor zwei Jahren über die Feiertage 742 Millionen Dollar (618 Mio Euro) eingebracht. Dafür ist der aktuelle Titel schon jetzt kurz davor, die Gesamteinnahmen in den Vereinigten Staaten und Kanada für den „Star Wars“-Film „Rogue One: A Star Wars Story“ zu übertreffen, der dort insgesamt 532 Millionen Dollar (443 Mio Euro) eingebracht hatte.

Am wöchentlichen Ranking der nordamerikanischen Kinocharts änderte sich sonst kaum etwas: „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ (Platz 2), „Pitch Perfect 3“ (Platz 3) und „The Greatest Showman“ (Platz 4) hielten alle ihre jeweiligen Plazierungen der Vorwoche. Der Animationsfilm „Ferdinand“ um einen freundlichen Bullen hielt sich weiter auf dem fünften, der Pixar-Animationsfilm „Coco“ über den mexikanischen Totentag auf dem sechsten Platz.

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© Disney/Pixar/dpa, FAZ.NET

Insgesamt blicken Filmstudios und Kinobetreiber wirtschaftlich gesehen auf ein wechselhaftes Jahr zurück. Vor allem im Sommer ächzte die Filmbranche, als zwischen Mai und September in Nordamerika nicht einmal die wichtige Marke von vier Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro) an Einspielsumme insgesamt erreicht wurde. Das war vorher zum letzten Mal im Jahr 2006 der Fall gewesen.

Die guten Zahlen von „Es“, „Thor: Tag der Entscheidung“, „Justice League“, „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ und natürlich „Star Wars: Die letzten Jedi“ verpassten der Branche noch einen späten Schub. Mit Jahreseinnahmen von mehr als elf Milliarden Dollar (9,3 Mrd Euro) blicke die Filmindustrie nun zuversichtlich auf die Preissaison, sagte Analyst Paul Dergarabedian dem Magazin „Variety“. Angesichts neuer Blockbuster-Titel hoffe man auf ein „weniger unbeständiges Jahr als 2017“.

Quelle: dpa
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