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Kino

Uma, übernehmen Sie!

 - 18:00
Was will Uma Thurman mit Schätzing? Bild: AP, F.A.Z., 18.05.2006, Nr. 115 / Seite 39

Wozu braucht Frank Schätzing noch eine Verfilmung seines Erfolgsromans „Der Schwarm“? Die Website zu seinem Buch sieht doch schon aus wie ein Film, inklusive Vorspann a la „Krieg der Sterne“ und „Making Of“.

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Die Antwort ist einfach: Die richtige Produzentin hat angeklopft. Denn Uma Thurman ist unser aller Schwarm. Seit wir die damals noch minderjährige Actrice in Stephen Frears „Gefährlichen Liebschaften“ und Terry Gilliams „Münchhausen“ bewundern durften, ist sie uns immer mehr ans Herz gewachsen. Doch was für ein Interesse dürfte denn Frau Thurman bewogen haben, sich zusammen mit dem noch nicht durch Kinoprojekte dieser Größe hervorgetretenen deutschen Produktionspaar Souvignier die Filmrechte an Schätzings Roman zu sichern?

Fünf weibliche Rollen

Zwar erscheint „Der Schwarm“ gerade auch auf englisch, doch ob sich der deutsche Erfolg wiederholen wird, ist unsicher. Im Buch immerhin gibt es gleich fünf prominente weibliche Rollen: die Projektleiterin Tina Lund, die Wissenschaftsjournalistin Karen Weaver, die Generalin Judith Li, die Meeresbiologin Alicia Delaware und die Weltraumforscherin Samantha Crowe. Eine der letzteren vergleichbare Rolle hat schon Jodie Foster in „Contact“ gespielt; darauf wird sich Uma Thurman also nicht einlassen. Bleiben vier Optionen.

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Aus „Jennifer Eight“ und „Kill Bill“ kennen wir ihre martialischen Fähigkeiten - Frau Li wäre somit eine naheliegende Option. In „Couchgeflüster“ war sie schon einmal überzeugend Karrierefrau - beste Voraussetzungen für Tina Lund. Faszinierend kühl spielte Uma Thurman in „Gattaca“ - Karen Weaver wäre deshalb gleichfalls kein Problem. Und Alicia Delawares Existenz als verwöhnte sorglose Abenteurerin, die plötzlich in den unangenehmsten Angelegenheiten steckt, darf seit „Pulp Fiction“ als Paraderolle von Frau Thurman gelten.

Wie auch immer - der Film „Der Schwarm“ wird eine große Ummage an die Schauspielerin werden. Und wenn wir bedenken, daß sie auch grandios intrigieren („Be Cool“), spionieren („The Avengers“), kratzen („Batman und Robin“) und aussehen kann (alle ihre Filme), dann muß man sich nur noch fragen, ob es an Erfahrung im Umgang mit Meeresbewohnern mangeln könnte. Keine Sorge! In „Vatel“ durfte sie Gerard Depardieu bei der Anrichtung so mancher maritimen Delikatesse über die Schulter sehen.

Quelle: F.A.Z., 18.05.2006, Nr. 115 / Seite 39
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