Kinocharts

Bewaffneter Mann im Catsuit jagt Space-Cowboy

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Einen Piloten, der den „Kessel Run“ unter zwölf Parsecs fliegt, holt man nicht so leicht ein: Der neue Star-Wars-Ableger „Solo: A Star Wars Story“, der erzählt wie der junge Han zum flamboyanten Han Solo wurde, hat den ersten Platz der deutschen Kinocharts verteidigt. 292 000 Besucher sahen zwischen Donnerstag und Sonntag die Geschichte der rasenden Raumfahrerlegende und wie er sein berühmtes Schiff, den „Millenium Falcon“, fand. Damit kommt der Film des Regisseurs Ron Howard in Deutschland in der zweiten Einspielwoche auf insgesamt etwa 750 000 Besucher.

Auf Solos Spuren befindet sich einer, dessen Sinn für Humor um einiges brutaler ist: Die Action-Comic-Komödie „Deadpool“ mit Ryan Reynolds verbessert sich mit weiteren 250 000 Zuschauern um einen Rang auf Platz zwei und hat die Marke von 1,5 Millionen Besuchern überschritten. Das Superhelden-Epos „Avengers: Infinity War“ behauptet mit 78 000 Besuchern den dritten Platz. Vierter ist weiter der Horrorfilm „Wahrheit oder Pflicht“ mit 47 000 Besuchern. Von Platz Sechs auf Platz Fünf schafft es „Liliane Susewind - Ein tierisches Abenteuer“ (40 500 Besucher).

Auch in Amerika fliegt Solo weiter an der Spitze, obgleich der Film in Amerika vielen als Enttäuschung gilt. Nach einem erneut schwachen Wochenende bleibt „Solo - A Star Wars Story“ weiter die Nummer eins der Kinocharts in Nordamerika.Laut vorläufigen Zahlen des „Hollywood Reporter“ hat der Space-Western rund 65 Prozent verloren und spielte etwa 29,3 Millionen Dollar (25,1 Millionen Euro) ein. Damit steht „Solo“ nach zehn Tagen bei einem Einspielergebnis von etwa 149 Millionen Dollar in den USA und Kanada. Das entspricht nur etwa der Hälfte dessen, was der letzte Star-Wars-Story-Streifen „Rogue One“ zum gleichen Zeitpunkt eingespielt hatte.

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Star WarsHan Solo im Interview

Auch in Amerika folgt auf Rang zwei die Comic-Actionkomödie „Deadpool 2“. Der Film spielte in seiner dritten Woche 23,3 Milionen Dollar ein. Insgesamt kam er auf 255 Millionen Dollar nach 17 Tagen. Er bleibt damit etwa 30 Millionen unter dem Erfolg des ersten Teils zur gleichen Zeit zurück.

Als erfolgreichster Neustart steigt das Schiffbruch-Drama „Die Farbe des Horizonts“ mit rund 11,2 Millionen Dollar als erfolgreichster Neustart auf Platz drei ein. In einer Umfrage der Firma „Cinemascore“ nach dem Kinobesuch gaben die Zuschauer dem Film, dessen Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, aber nur die Note „B“.

Auf dem vierten Platz schlägt sich die Supergroup aus der Marvel-Comicverfilmung „Avengers: Infinity War“ weiter tapfer. Der Film „Book Club“, Platz fünf, büßt etwa etwa 33 Prozent seines Ergebnisses im Vergleich zur Vorwoche ein. Die mit kleinem Budget gedrehte Frauenkomödie mit Diane Keaton und Jane Fonda hat insgesamt bereits 47 Millionen Dollar eingespielt.

Nachdem die amerikanische Filmbranche im April einen Einspielrekord erlebte, ruhen die Hoffnungen für den Juni nun auf den kommenden Sommer-Blockbustern: Am nächsten Wochenende startet die Frauen-Gangster-Komödie „Ocean's 8“ mit Sandra Bullock, gefolgt vom Pixar-Animationsfilm „Die Unglaublichen 2“.

Quelle: dpa
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