FAZ plus ArtikelVorwürfe gegen Stephen Wynn

Der Casino-Mogul und die Grenzen des Zockens

Von Rose-Maria Gropp
 - 18:50

Seit einigen Tagen ist bekannt, dass gegen Stephen Wynn, den 76 Jahre alten amerikanischen Multimilliardär und Casino-Tycoon in Las Vegas, Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe erhoben wurden. Laut einer Recherche des „Wall Street Journal“ soll er zahlreiche weibliche Angestellte über Jahre belästigt haben, die Zeitung beruft sich auf Interviews mit 150 Frauen. Wynn, der als Freund des amerikanischen Präsidenten Donald Trump gilt, weist die Vorwürfe zurück. Er hat allerdings sein Amt als Finanzchef des republikanischen Parteivorstands inzwischen niedergelegt.

Was einem zu Stephen Wynn gleich einfällt, ist, dass er sich in die Geschichte derer eingeschrieben hat, denen das Anhäufen spektakulärer Kunstwerke ein Bedürfnis ist. Er kaufte weiträumig auf, was teuer ist und klangvoll: von Rembrandt bis Koons, von Vermeer bis Picasso, von Turner bis Degas, von Rubens bis Van Gogh, Gauguin oder Matisse. Mit vielen dieser Werke hat er seine Casinos ausgestattet, es ging ihm wesentlich ums Vorzeigen seiner unbeschränkten finanziellen Mittel.

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Quelle: F.A.Z.
Rose-Maria Gropp
Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.
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