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FAZ plus ArtikelSportkenner Pascal Boniface

Russland hat die WM schon jetzt gewonnen

Von Jürg Altwegg
 - 06:35
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In Frankreich erschüttert die Vergabe der Fernsehrechte am Fußball die Medien. Der Preis für die Rechte ist um mehr als ein Drittel auf 1,15 Milliarden Euro gestiegen. Den Zuschlag bekam die bisher in Frankreich nicht präsente Firma Mediapro, Marktführer in Spanien, die im Februar die Serie A in Italien ersteigerte. Mediapro gehört dem chinesischen Investmentfonds Hontai Capital. Was wollen die Chinesen im europäischen Fußball?

Die französische Liga hat dank Neymar und Paris Saint-Germain eine neue Dimension erreicht. Es gab schon in der vergangenen Saison ein Spiel am Sonntag um dreizehn Uhr: Das ist für China die ideale Anspielzeit. Hinter der Strategie stecken politische und wirtschaftliche Überlegungen. Staatspräsident Xi Jinping will den Fußball in seinem Land auf ein Niveau bringen, das dem Rang einer Weltmacht entspricht. Es wird sehr viel für die Ausbildung der einheimischen Spieler getan. Man ist bemüht, die Landesmeisterschaft attraktiver zu machen. Drei der fünf bestbezahlten Spieler der Welt spielen in China. Carlos Tevez verdient in Schanghai pro Jahr 38 Millionen Euro. Ende Mai wäre es beinahe zum Transfer von Andrés Iniesta gekommen.

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Geopolitik des Fußballs

Pascal Boniface, Jahrgang 1956, leitet in Paris das „Institut de relations internationales et stratégiques“ (Iris), einen international angesehenen Thinktank. Er war Berater zweier sozialistischer Verteidigungsminister und beschäftigt sich seit den neunziger Jahren mit der „Proliferation der Staaten“ und dem Konflikt zwischen Israel und Palästina, in dem er immer wieder zwischen die Fronten gerät. Er schreibt für die katholische Zeitung „La Croix“, die spanische „Vanguardia“ und zwei Zeitungen in Tunesien und den Emiraten. In Frankreich ist er regelmäßig als Kommentator im Fernsehen zu sehen.

Seine Leidenschaft ist der Fußball, mit dessen Geopolitik er sich auch als Strategie-Experte befasst. Er hat ihm zahlreiche Bücher gewidmet, gerade erschien „L’Empire foot“ – Untertitel: „Wie der runde Ball die Welt erobert hat“.

Quelle: F.A.Z.
Jürg Altwegg
Kulturkorrespondent mit Sitz in Genf.
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