FAZ plus ArtikelErhöhung des Rundfunkbeitrags

Was sind schon 1,70 Euro mehr?

Von Michael Hanfeld
 - 12:40

Wenn der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (Kef) Zahlen nennt, weiß man: Jetzt wird es amtlich. Denn niemand kennt sich genauer mit den Finanzen der öffentlich-rechtlichen Sender aus als Heinz Fischer-Heidlberger, der ehemalige Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofs. Wenn er nun im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sagt, dass der Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio bei den jetzigen Gegebenheiten zum 1.Januar 2021 um 1,70 Euro monatlich steigen muss, dann wird das so sein. Aber wieso „muss“ er steigen“?

Er muss steigen, weil die Logik des Systems nicht nur auf Selbsterhalt, sondern auf fortwährende Expansion angelegt ist: Die Sender melden ihren „Finanzbedarf“ an, die Kontrolleure von der Kef machen Abstriche, aber der „Bedarf“ steigt natürlich und steigt und steigt. Zwischen sieben und siebeneinhalb Milliarden Euro nahmen die Anstalten aus der alten Rundfunkgebühr ein.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Hanfeld
verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.
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