Kryptoanlagen unter Druck

Bitcoin im freien Fall

 - 19:09

Angesichts der zunehmenden Regulierung durch Behörden weltweit geraten Kryptowährungen immer mehr unter Druck. Der Wert einer Einheit der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin fiel am Freitag auf führenden Handelsplattformen wie Bitstamp unter 9000 Dollar. Ein Minus von rund sechs Prozent auf 8760 Dollar stand zu Buche. Allein diese Woche hat der Bitcoin damit gut ein Fünftel seines Werts verloren. Auch andere Kryptowährungen wie Ripple oder Litecoin gaben deutlich nach.

Ein hartes Vorgehen von Behörden in Japan und den Vereinigten Staaten gegen Kryptobörsen sorgt für einen Abwärtssog. Japanische Finanzaufseher wiesen am Donnerstag zwei Handelsplätze an, für einen Monat den Betrieb einzustellen. Weitere Börsen belegten sie mit Strafen. Zudem forderten sie die große Kryptobörse Coincheck auf, ihr Vorgehen gegen Geldwäsche zu verschärfen. Ferner musste die Handelsplattform Binance wegen eines Hackerangriffs zeitweise den Handel einstellen.

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Außerdem nimmt die amerikanische Börsenaufsicht SEC Kryptobörsen an die kurze Leine. Um Investoren zu schützen und Betrug sowie Manipulationen zu vermeiden, müssten Kryptobörsen künftig unter bestimmten Umständen eine Registrierung bei der SEC oder eine genehmigte Ausnahme einholen, hieß es am Mittwoch. Vor allem „Initial Coin Offerings“ dürften darunter fallen. Bei diesen „digitalen Börsengängen“ sammeln Firmen Geld bei Investoren ein, die meist in Kryptowährungen zahlen.

Am Freitag warnte Chinas Notenbankchef Zhou Xiaochuan vor Gefahren durch Spekulationen mit Kryptowährungen. Man prüfe aber, inwieweit man selbst die dahinter stehende Technologie nutzen könne.

Quelle: casc/dpa
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