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Heimlicher Börsenstar

Das Milliarden-Unternehmen aus Berlin

Von Christoph A. Scherbaum
 - 13:05
Die Deutschen bauen munter weiter, mit der Finanzierung verdienen Baugeldvermittler gutes Geld. Bild: dpa, FAZ.NET

Das Berliner Finanztechnologie-Unternehmen Hypoport AG kennen nur wenige. Die Marken, die dahinterstecken, aber viele: unter anderem Dr. Klein. Das Unternehmen ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und ein bekannter Baugeldvermittler. Dr. Klein ist seit über 60 Jahren am Markt etabliert und Tochter der Hypoport AG, eines an der Frankfurter Börse im S-DAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters.

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Hypoport gehört seit diesen Tagen dem exklusiven Kreis der sogenannen „Unicorns“. Als „Unicorns“ (Einhörner) werden in der Finanzwelt Unternehmen genannt, die mindestens eine Milliarde Dollar wert sind. Das Unternehmen, das aus der 1999 gegründeten Europace AG hervorgegangen ist, hat aktuell einen Börsenwert von knapp 920 Millionen Euro, bei einem Kurs von 148 Euro - das sind umgerechnet 1,076 Milliarden Dollar. Nach Ansicht der Analysten dürfte das aber keineswegs das Ende des Wertzuwachses sein.

Die Aktie ist teuer

Warburg Research hat beispielsweise das Kursziel für Hypoport von 145 auf 170 Euro angehoben. Das neue Kursziel reflektiere die gestiegenen Profitabilitätserwartungen für den Finanzdienstleister und die Aktie berge trotz ihres Höhenflugs und dem jüngsten Rekordhoch noch erhebliches Aufwärtspotenzial, so die Einschätzung. Trotz der aktuellen Kauf-Empfehlungen könnte einen Anleger unter anderem die teure Bewertung des Wertpapiers vom Kauf abhalten. Mit einem 2018er-KGV von fast 33 ist die Aktie sehr teuer. 2016 hatte die Hypoport AG ihren Umsatz von 139 auf 156,6 Millionen Euro gesteigert. Der Rohertrag wuchs um 19 Prozent auf 85,2 Millionen Euro.

Schaut man sich den Chart der erst seit Dezember 2015 im Nebenwerte-Index S-Dax notierten Aktien an, dann zeigt sich: Aktionäre der Berliner können gläzende Augen bekommen. Wer vor fünf Jahren der Aktie sein Vertrauen geschenkt hat, wurde bis heute reichlich belohnt. Ein Plus von über 1500 Prozent steht zu Buche.

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Hypoport vermittelt Finanzdienstleistungen

Das Geschäft der Berliner ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Im Geschäftsbereich Kreditplattform betreibt Hypoport mit dem B2B-Finanzmarktplatz Europace die größte Transaktionsplattform zum Abschluss von Finanzierungsprodukten für Privatkunden. Ein vollintegriertes System vernetzt hierbei eine Vielzahl von Banken und Versicherungen mit mehreren tausend Finanzberatern und ermöglicht so den schnellen, direkten Vertragsabschluss. Zu den Kunden gehören unter anderem Banken wie die Postbank, Santander und die DKB sowie diverse Volksbanken und Sparkassen.

Der zweite Geschäftsbereich Privatkunden umfasst die Hypoport-Tochtergesellschaften, welche Finanzdienstleistungen für Verbraucher anbieten und die dafür erforderliche Technologie entwickeln. Eine Marke hierfür ist unter anderem die Dr. Klein Privatkunden AG. Sie vertreibt in der Privatkundensparte Immobilienfinanzierungen und weitere Finanzdienstleistungsprodukte an Verbraucher, unterstützt durch Softwarelösungen, jeweils aus einem breiten Angebot aller relevanten Bank- und Versicherungsunternehmen.

Das Unternehmen selbst scheint sich auf Erfolgen nicht groß ausruhen zu wollen und wächst stetig weiter. Zuletzt haben die Berliner den Ausbau des Geschäftsbereichs Versicherungsplattform angekündigt.

Quelle: FAZ.NET
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