Kryptoanlagen

Google verbannt Werbung für Bitcoin

 - 08:59

Google wird auf seinen Websites keine Werbung mehr für Bitcoin und andere nicht regulierte Digitalanlagen zulassen. Das kündigte der Internet-Konzern infolge einer Aktualisierung der Anzeigenregeln an. Auch verwandte Dinge wie Börsen zum Handel von Kryptoanlagen oder Wallets, in denen sie gespeichert werden, dürfen demnächst nicht mehr beworben werden.

Facebook hatte bereits im Januar unter Hinweis auf Betrugsrisiken für die Nutzer einen ähnlichen Schritt ergriffen. Damit ist Werbung für Kryptoanlagen, die keine Währungen im herkömmlichen Sinne sind, von den beiden größten Anzeigenplattformen im Internet ausgeschlossen. Google betonte zugleich in einem Blogeintrag, dass der Konzern Werbung, die gegen die Regeln verstoße, in großem Stil herausfiltere.

So seien im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden davon entfernt worden - mehr als 100 pro Sekunde, wie Google-Manager Scott Spencer vorrechnete. Darunter seien zum Beispiel 79 Millionen Anzeigen gewesen, die Nutzer auf mit Schadsoftware verseuchte Websites locken wollten.

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Kryptoanlagen wie der Bitcoin bekommen auch seitens der Politik weiter Gegenwind. So wollen die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) Digital-Währungen schärfer beobachten lassen. In dem Entwurf für das Kommuniqué des G20-Treffens am 19. und 20. März in Buenos Aires heißt es, es müssten multilaterale Antworten gefunden werden, falls diese Anlagen ab einem bestimmten Punkt die Finanzstabilität bedrohten.

Bei dem Thema gehe es um den Verbraucher- und Investoren-Schutz, um Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terror-Finanzierung. Deutschland und Frankreich hatten bereits Anfang Februar in einem gemeinsamen Brief an die argentinische G20-Präsidentschaft auf ein Ende der unregulierten Zeiten für Bitcoin & Co gepocht.

Quelle: casc/dpa/Reuters
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