FAZ plus ArtikelOffene Immobilienfonds

Anleger suchen Sicherheit in „Betongold“

Von Christian Siedenbiedel
 - 09:12

Offene Immobilienfonds sind in Deutschland weiter sehr gefragt, zum Teil bremsen die Fondsgesellschaften schon wieder den Zustrom neuer Mittel. „Hauptgrund bleibt die im aktuellen Marktumfeld vergleichsweise attraktive Rendite“, schreibt die Ratingagentur Scope in ihrem jährlichen Marktbericht mit Ratings zu 13 offenen Immobilienfonds, die in Deutschland für Privatanleger vertrieben werden. Im Durchschnitt liege die Rendite der Fonds auf Jahressicht derzeit bei 2,5 bis 3 Prozent, in einem Fall sogar bei mehr als 20 Prozent.

Scope-Analystin Sonja Knorr sagte der F.A.Z., eine negative Auswirkung der Erwartung steigender Zinsen in der Eurozone fürs kommende Jahr sei bei den Immobilienfonds nicht zu beobachten. Im Gegenteil: Die Unsicherheit vieler Anleger über die weitere Entwicklung führe offenbar dazu, dass die Sicherheit des Betongoldes besonders gesucht sei. Die Fonds hätten gewaltige Mittelzuflüsse und hätten eher Schwierigkeiten, noch ausreichend attraktive Immobilien zu vertretbaren Preisen zu finden. In einer Umfrage unter Immobilienfonds-Managern nannten 82,4 Prozent den Mangel an geeigneten Immobilien im Ankauf als das aus ihrer Sicht größte Risiko für die Fonds – vor dem Anstieg des Zinsniveaus, das mit 58,8 Prozent ungefähr so viele Befragte nannten wie im Vorjahr. Fast 60 Prozent der Fondsmanager rechnen mit deutlichen Zuflüssen in diesem Jahr – und tatsächlich keiner mit Netto-Abflüssen.

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Quelle: F.A.Z.
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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