FAZ plus ArtikelSpotify-Kommentar

Es geht auch ohne Banken

Von Tim Kanning
 - 18:18

Die Musikindustrie hat der schwedische Streamingdienst Spotify schon umgekrempelt. Wer heute neue Musik hören will, geht nicht mehr in den CD-Laden, sondern klickt sich durch das schier endlose Angebot von Songs in der App des Unternehmens. Gegen eine überschaubare Abo-Gebühr von gut 10 Euro im Monat kann der Nutzer so viel Musik hören, wie er will, immer und überall auf dem Handy. Wenn ihn Werbung zwischendurch nicht stört, muss er gar nichts bezahlen.

Auch bei seinem Börsengang hat der Spotify-Gründer Daniel Ek nun einen ganz eigenen Weg gewählt: Ohne große Werbetour, ohne aufwendiges Eröffnungsspektakel und Glockenläuten auf dem Parkett hat er mal eben ein Unternehmen an die New Yorker Börse gebracht, das vom Marktwert her vergleichbar ist mit der Deutschen Bank und es leicht mit dem halben Dax aufnehmen kann. Vor allem aber kam der größte Technologiebörsengang seit Jahren fast komplett ohne Hilfe teurer Investmentbanker aus. Läutet Ek damit in der Finanzwelt eine ähnliche Revolution ein wie in der Musikbranche?

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Quelle: F.A.Z.
Tim Kanning
Redakteur in der Wirtschaft.
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