Erfolg übertrifft Erwartungen

Disney kündigt weitere „Star Wars“-Trilogie an

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Der amerikanische Unterhaltungsriese Disney hat Anlegern nach unerwartet schwachen Quartalszahlen mit der Ankündigung einer neuen „Star Wars“-Trilogie Mut gemacht. Für die Fortsetzung der erfolgreichen Reihe wurde Rian Johnson verpflichtet, der bereits Regie beim jüngsten Teil „Die letzten Jedi“ führte, der Mitte Dezember in den amerikanischen Kinos startet. Das gab Konzernchef Bog Iger am Donnerstag nach Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse bekannt.

Das Unterhaltungsunternehmen habe soeben einen Vertrag mit Rian Johnson abgeschlossen, dem Regisseur der achten Episode „Star Wars 8 - Die letzten Jedi“. Johnson solle die vierte Trilogie der Sciencefiction-Saga entwickeln. Disney zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Erfolg der jüngsten beiden Filme aus dem „Star Wars“-Universum, der siebten Episode „Das Erwachen der Macht“ sowie „Rogue One“, und zeigte sich zuversichtlich, dass auch die im kommenden Monat in den Kinos startende achte Episode ein Erfolg werde. „Die Aufregung wird steigen, umso näher das Startdatum rückt“, sagte Iger.

Dem Disney-Manager zufolge haben die Dreharbeiten für einen Film rund um die Figur des interstellaren Schmugglers Han Solo kürzlich begonnen. „Zusätzlich zum Start der neunten Episode im Jahr 2019 haben wir noch mehr großartige ’Star Wars’-Filme in Planung“, versprach Iger.

Laut einer Mitteilung der Disney-Tochter Lucasfilm soll die Trilogie unabhängig von der Skywalker-Saga sein und komplett neue Charaktere vorstellen. Zum Erscheinungsdatum wurden noch keine Angaben gemacht.

Die „Star Wars“-Neuigkeiten vertrieben an der Börse den Frust über die enttäuschenden Quartalszahlen. In den drei Monaten bis Ende September fielen die Erlöse im Jahresvergleich um drei Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar (11,0 Milliarden Euro), wie der Konzern mitteilte. Der Überschuss sank um ein Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

Während es für Disneys Themenparks weiter rund lief, spielten die Kabel- und TV-Sparte um den kriselnden Sportsender ESPN sowie das Filmgeschäft deutlich weniger Geld ein. Analysten hatten mit erheblich besseren Ergebnissen gerechnet.

Am Markt sorgten die Zahlen zunächst für schlechte Stimmung, die Aktie büßte nachbörslich zunächst 3,4 Prozent ein. Die Ankündigung der neuen „Star Wars“-Trilogie ließ den Kurs wieder ins Plus drehen.

Die Spekulationen, Disney wolle dem Rivalen 21st Century Fox große Konzernteile abkaufen, wurden im Quartalsbericht nicht kommentiert. Der amerikanische Fernsehsender CNBC hatte am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise über entsprechende Verhandlungen berichtet. Die Gespräche sollen allerdings schon wieder beendet worden sein.

Quelle: rad./dpa/AFP
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