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Wann kommt die Rezession?

Von Gerald Braunberger, Frankfurt
 - 12:47

Die gute Nachricht lautet: Die amerikanische Wirtschaft steht nicht vor einem Absturz in die Rezession. Die schlechte Nachricht lautet: Der nunmehr seit rund neun Jahren währende Konjunkturaufschwung könnte in den kommenden Monaten an Kraft verlieren. Diese Prognosen stammen nicht aus einer Glaskugel, sondern aus einer Analyse der Renditeabstände zwischen langlaufenden und kurzlaufenden amerikanischen Staatsanleihen. Wie alle Konjunkturindikatoren ist auch der Renditeabstand nicht hundertprozentig zuverlässig, aber er war in den vergangenen Jahrzehnten schon ziemlich gut. Das zeigt eine aktuelle Arbeit aus der Federal Reserve Bank of San Francisco.

Seit Monaten schauen viele Marktteilnehmer misstrauisch auf die Entwicklung der Renditen am Markt für amerikanische Staatsanleihen, denn die Renditen für Papiere mit kurzen, zweijährigen Laufzeiten sind deutlich stärker gestiegen als die Renditen für die vielbeachteten zehnjährigen Staatsanleihen. Die Differenz zwischen den zehnjährigen und den zweijährigen Papieren ist, wie die Grafik zeigt, mit rund 0,65 Prozentpunkten derzeit positiv, aber sie ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, und sie liegt deutlich unter ihrem langfristigen Durchschnittswert.

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Quelle: F.A.Z.
Gerald Braunberger
Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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