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Fonds

Europäer setzen eher auf Anleihe- als auf Aktienfonds

 - 17:04

Die Europäer haben sich im Februar von Aktienfonds distanziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Nettokapitalzufluß 27 Prozent niedriger, weil verstärkt in risikoärmere Anleihefonds investiert wurde.

Investoren aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und der Schweiz steckten netto 2,37 Milliarden Euro in Aktienfonds, verglichen mit 3,25 Milliarden Euro im Februar 2004, zeigen Daten von Fondsverbänden wie der Swiss Funds Association (SFA) in Basel. Hingegen sammelten Anleihefonds bei europäischen Investoren 6,34 Milliarden Euro ein, was einer Versechsfachung entspricht.

Deutsche und italienische Anleger besonders skeptisch

Besonders skeptisch waren die deutschen und italienischen Investoren. Sie zogen insgesamt 802,6 Millionen Euro aus Aktienfonds ab. Am optimistischsten waren die Franzosen, deren Investments mit netto 1,9 Milliarden Euro dreimal höher waren als im Vorjahresmonat.

Schon seit über einem Jahr fließt von europäischer Seite weniger Kapital in Aktienfonds. 2004 waren die Zuflüsse in den fünf größten Fondsmärkten 25 Prozent niedriger. Die Investoren sind verunsichert, obwohl die Länderbarometer dieses Jahr mindestens drei Prozent gestiegen sind, sagte Ben Yearsley, Finanzberater bei Hargreaves Lansdown in Bristol.

"Sie tun sich sehr schwer damit, die dreijährige Baisse, die bis 2003 anhielt, zu vergessen", erläuterte er im Interview mit Bloomberg News. "Die Bilanz der vergangenen fünf Jahre ist immer noch schlecht, und einige Investoren haben große Verluste gemacht."

Anleger scheinen die Baisse nicht vergessen zu können

Ein Beispiel: Der Dax-30-Index, der in den ersten zwei Monaten des Jahres 2,2 Prozent gestiegen ist, stand vor fünf Jahren noch 40 Prozent höher. Damals hatte die Technologie-Rally die Märkte weltweit beflügelt. Am Freitag tendierte das deutsche Börsenbarometer bei 4.398,32 Punkten seitwärts.

Im Februar haben deutsche Investoren 597 Millionen Euro aus Aktienfonds abgezogen, berichtete der in Frankfurt ansässige Bundesverband Investment und Asset Management (BVI). Italienische Investoren bescherten den Portefeuilles einen Nettokapitalabfluß von 205,6 Millionen Euro, ermittelte die Assogestioni in Mailand.

In beiden Ländern wurde im Februar mehr Kapital in Hedge Fonds angelegt. Von deutscher Seite kamen netto 41,9 Millionen Euro, von italienischer Seite flossen netto 380,5 Millionen Euro in Hedge Fonds, die sowohl auf steigende als auch auf fallende Märkte setzen. Der rückläufige Kapitalzufluß in Aktienfonds gefährdet die Ertragslage der Vermögensverwaltungen. Die Verwaltungsgebühren für Aktienfonds sind etwa doppelt so hoch wie die der Anleihefonds, zeigen Daten von Fitzrovia International in London.

Die Daten für Europa lieferten die Europerformance-Groupe Fininfo für Frankreich, die Assogestioni für Italien, der BVI für Deutschland, die Investment Management Association für Großbritannien, Inverco für Spanien und die SFA für die Schweiz.

Quelle: Bloomberg
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