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Immobilienanzeigen

Angabe zum Energieverbrauch ist Pflicht

 - 17:45
Was drin steht, ist für Immobilienkäufer wesentlich und gehört deswegen in eine Anzeige, so das höchstrichterliche Urteil. Bild: Foto dena, AFP

Angaben zum Energieverbrauch sind wesentliche Informationen für potentielle Hauskäufer, von denen Entscheidung abhängen können. Ergo, müssen Maklerin Immobilienanzeigen dazu auch Angabenmachen, wenn für das Haus ein Energieausweis vorliegt. Das urteilte am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe und gab damit ntsprechenden Klagen der Deutschen Umwelthilfe gegen drei Makler statt. (Az: I ZR 232/16 und weitere).

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Die Makler hatten in Tageszeitungen Wohnimmobilien zur Miete oder zum Kauf angeboten, aber keine Angaben zum Energieausweis oder Energieverbrauch gemacht.

Die Umwelthilfe hielt dies für erforderlich und forderte die Makler auf, entsprechende Anzeigen künftig zu unterlassen. Den Umweltschützern steht allerdings laut Urteil kein unmittelbarer Unterlassungsanspruch zu. Denn die Vorschriften zu Pflichtangaben richteten sich an die Eigentümer, nicht an die Makler.

Weil aber die Informationen wesentlich seien, dürften die Makler auch in Anzeigen diese nicht vorenthalten. Zu den wesentlichen Informationen, die angeführt werden müssen, gehören danach „die Art des Energieausweises, der wesentliche Energieträger, das Baujahr des Wohngebäudes, die Energieeffizienzklasse und der Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs“.

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Der Energieausweis soll es Käufern und Mietern ermöglichen, den energetischen Zustand eines Gebäudes einzuschätzen. Seit Mai 2015 müssen Eigentümer einen solchen Ausweis spätestens dann erstellen lassen, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder neu vermieten wollen. Ausgenommen sind Baudenkmäler und Wohnungen unter 50 Quadratmetern.

Zwei Maklerfirmen wurden nun endgültig auf Unterlassung verurteilt, weil sie trotz vorliegendem Energieausweis in ihren Annoncen keine Angaben gemacht hatten. In einem dritten Fall muss noch vom Oberlandesgericht Hamm geprüft werden, ob es einen Energiepass gab.

Quelle: AFP
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