FAZ plus ArtikelVerteilung des Vermögens

So einfach geht Geldanlage

Von Volker Looman
 - 09:59

Die meisten Deutschen sind ängstliche Genossen, wenn es um Geld geht, und viele Börsianer sind undisziplinierte Gesellen, wenn Ausdauer und Standhaftigkeit gefragt sind. Die beiden Aussagen sind harte Kost, doch bevor Sie jetzt die Augenbrauen hochziehen und die Zeitung zur Seite legen, bitte ich Sie, sich einen Espresso zu gönnen und mit mir einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dann wird alles gut werden, weil etwa 85 Prozent aller Deutschen die Aktien ablehnen, und die 15 Prozent, die sich an die Börse wagen, kein Sitzfleisch haben und nach dem Motto handeln: Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Momentan packt viele Aktionäre wieder die nackte Angst, da der Börsenwind aufgefrischt hat. Das ist freilich noch lange kein Grund, die Segel zu streichen, weil mit diesem Hin und Her kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Die wichtigste Entscheidung bei der Geldanlage ist die Verteilung des Gesamtvermögens auf fünf Töpfe wie Bargeld, Anleihen, Immobilien, Aktien und Rohstoffe. Ich weiß nicht, wie oft ich Ihnen das schon erzählt habe, doch ich fürchte, es mit Penetranz und Sturheit jedes Jahr wiederholen zu müssen. Sollte das gesamte Vermögen 2 Millionen Euro umfassen, können beispielsweise 5 Prozent (100.000 Euro) in Bargeld, 20 Prozent (400.000 Euro) in Anleihen, 50 Prozent (1.000.000 Euro) in Immobilien, 20 Prozent (400.000 Euro) in Aktien und 5 Prozent (100.000 Euro) in Gold angelegt werden. So einfach der Bauplan ist, so schwierig ist dieser Teil aber für viele Anleger, weil sie sich in der Regel nicht festlegen wollen.

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Quelle: F.A.Z.
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