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Prognose gesenkt

ProSieben unter Druck

 - 12:06

Nachdem am Mittwoch noch gute Laune herrschte und Aktien von Unternehmen mit guten Nachrichten begehrt waren, zeigt der Aktienmarkt am Donnerstag wieder sein anderes Gesicht. Um mehr als 14 Prozent fällt der Aktienkurs des Fernsehkonzerns ProSieben Media auf 17,66 Euro. Dies ist der tiefste Stand seit fast sieben Jahren.

„Die Quartalszahlen fielen weitgehend im Rahmen der Erwartungen aus, aber die Kürzung der Dividende und die Prognoseänderung für 2018 sind eine negative Überraschung“, schreibt Analyst Christoph Bast von Bankhaus Lampe in einem Kurzkommentar. „Das ist ziemlich enttäuschend“, sagte ein Händler. „Warum sollte noch jemand Aktien von ProSieben kaufen?“

Der Münchner Konzern nimmt für Nachbesserungen am Programm und den Ausbau seiner Internetportale millionenschwere Belastungen in Kauf und verringert daher auch die Ausschüttung an die Aktionäre. Außerdem könnte das Ergebnis in diesem Jahr mit Abschreibungen von bis zu 400 Millionen Euro belastet werden. 2018 soll der Umsatz nicht wie geplant steigen, sondern um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz auf rund vier Milliarden Euro sinken. Die Experten von Morgan Stanley monierten, ProSieben habe seine mittelfristigen Ziele nicht angehoben, obwohl der Konzern mehr investieren will.

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Analyst Ian Whittaker vom Brokerhaus Liberum bestätigte sein Aktienrating mit „Hold“ und das Kursziel mit 22 Euro. Er verwies gleichzeitig darauf, dass Investoren, die sich bei deutschen Medienaktien engagieren wollten, lieber beim Konkurrenten RTL Group zugreifen sollten. Dessen Aktien gerieten in den ProSieben-Abwärtsstrudel. Ihr Kurs fällt um mehr als 6 Prozent auf ein Rekordtief von 52,75 Euro. RTL bestätigte am Donnerstag allerdings seine Prognosen für das Gesamtjahr.

Neben ProSieben haben auch andere Aktien heute zu leiden. Um 10 Prozent etwa geht es mit dem Aktienkurs des Beratungsunternehmens GFT bergab. Die anhaltenden Budgetrestriktionen von zwei Kunden im Investment Banking dämpften die Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten, so dass dieser um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 309,07 Millionen Euro zurückging. Zudem sank der operative Gewinn um 4 Prozent auf 28,8 Millionen Euro. Darüber hinaus will GFT die mittelfristige Prognose für das Jahr 2022 eingehend prüfen.

GFT TECHNOLOGIES SE

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8,5 Prozent verliert der Aktienkurs von Wacker Neuson. Der Baumaschinenhersteller hat im dritten Quartal zwar den Umsatz um 10 Prozent auf 416 Millionen Euro gesteigert. Doch höhere Materialpreise dämpften das Gewinnwachstum, so dass das Betriebsergebnis nur um eine Million auf 41 Millionen Euro stieg.

Auf der positiven Seite stehen dagegen eher kleinere Unternehmen. Der Aktienkurs des Biodiesel-Produzenten Verbio steigt um 8 Prozent. In den ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres stieg der operative Gewinn leicht auf 16,6 Millionen Euro, weil Verbio höhere Margen mit Biodiesel erzielte. Der F.A.Z.-Index verliert 0,3 Prozent auf 2244 Punkte.

Quelle: mho.
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