Heimliche Kontakte zu Russland

Flynn verweigert Aussage

 - 21:50

Der frühere Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, will die Aussage vor einem Kongressausschuss zur Russland-Affäre verweigern. Wie der Sender CNN am Montag unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Quelle berichtete, will er einer Vorladung nicht Folge leisten und auch angeforderte Unterlagen nicht vorlegen. Stattdessen werde er von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machen, das vor einer möglichen Selbstbelastung schützt.

„Der Kontext, in dem der Kongress zur Offenlegung der relevanten Dokumente auffordert, zeigt, dass er die begründete Befürchtung haben muss, dass alles gegen ihn verwendet wird“, zitiert die „Washington Post“ Flynns Rechtsbeistand. Wie der Ausschuss auf die Aussageverweigerung reagiert, blieb zunächst unklar. Er hatte Flynn aufgefordert, alle E-Mails und sonstige Unterlagen auszuhändigen, die die Beziehungen zu Russland betreffen.

Flynn hatte im Februar zurücktreten müssen, nachdem bekannt geworden war, dass er über Kontakte zu Russland während des Wahlkampfes gelogen hatte. Damals war er einer von Trumps engsten Beratern. Moskau soll versucht haben, den Wahlkampf zugunsten Trumps zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang untersuchen die Bundespolizei FBI und mehrere Kongress-Ausschüsse, ob es Absprachen des Wahlkampflagers des Republikaners mit Russland gegeben hat. Flynn sollte vom Geheimdienstausschuss des Senats befragt werden.

Trumps Ex-Berater
Flynn verweigert Zusammenarbeit mit Senat
© dpa, reuters
Quelle: relo./dpa
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenMichael FlynnRusslandCNN