Co-Parenting

Zwei Papas, eine Mama

Von Katrin Hummel
 - 14:36
© Julia Zimmermann, F.A.Z.

Michael sitzt neben Franka auf dem Sofa im Wohnzimmer, seine Hand liegt auf ihrem Knie. Ruby, 3, sitzt auf Frankas Schoß und guckt ein Bilderbuch an, und Aaron hat sich Remus, 8 Monate, vor den Bauch gebunden und steht wippend daneben. Die Stimmung ist friedlich, das Gespräch sehr reflektiert, und als Ruby aufsteht und in ihrem Zimmer hinfällt, springt Franka auf und läuft zu ihr. Michael sagt: „O je.“ Aaron fragt: „Ein Pflaster?“

Wie eine sehr heile Familie wirken sie, diese fünf in ihrem Wohnzimmer in Berlin-Friedrichshain. Sie haben eine Fünf-Zimmer-Wohnung, in einem Zimmer steht ein Klavier, im anderen ein Doppelstockbett, da schläft Ruby. Remus schläft im Moment noch in Frankas Zimmer, und im dritten Schlafzimmer steht ein Ehebett, hier schlafen Michael und Aaron. Macht also drei Elternteile und zwei Kinder oder, anders gerechnet, eine heterosexuelle Mutter und zwei schwule Väter.

Co-Parenting nennt sich dieses Familienmodell, gemeint sind Paare, die sich zusammentun, um Kinder zu bekommen - und nicht, weil sich die Eltern lieben. So heißt es etwa auf dem Internetportal familyship.org: „Kinderwunsch? Bei Familyship kannst du mit Menschen in Kontakt kommen, die auf freundschaftlicher Basis eine Familie gründen.“ Gegründet wurde es von Christine Wagner, einer lesbischen Ärztin aus Berlin, die ein Kind wollte. Um einen Vater zu finden, gründete sie Familyship. Heute ist ihre Tochter Milla drei Jahre alt, Wagner und Millas Vater Gianni Bettucci - ein schwuler Theatermanager - leben in zwei nahe beieinanderliegenden Wohnungen in Berlin und erziehen ihr Kind gemeinsam.

„Eigentlich wollte ich gar keine Kinder“

Franka, 38, und Michael, 41, haben sich nicht über Familyship, sondern vor sieben Jahren im Fitnessstudio kennengelernt. Wenige Monate später lernten Michael und Aaron, 34, einander kennen und wurden ein Paar. Irgendwann erzählte Michael Franka, dass Aaron und er Kinder wollten, aber dass das ja leider illusorisch sei. „Franka sagte nichts dazu, aber dann hat sie wohl darüber nachgedacht, jedenfalls kam sie ein paar Wochen später an und sagte, sie könne sich vorstellen, die Mutter unserer Kinder zu werden und mit uns zusammenzuziehen“, erinnert sich Michael und guckt die neben ihm sitzende Franka an, ob sie das so stehenlassen will.

Die überlegt eine Weile, überhaupt ist sie die Ruhigste der drei und Michael derjenige, der am meisten redet, und meint dann: „Eigentlich wollte ich gar keine Kinder, aber in dieser Konstellation, mit Aaron und Michael, wollte ich dann auf einmal doch welche.“ Nicht, weil sie anders nicht an ein Kind hätte kommen können. Im Gegenteil, anders wäre es sogar viel einfacher gewesen. Sie sieht sich als eindeutig heterosexuelle Frau und hatte mehrere Beziehungen in der Vergangenheit. Aber der richtige Vater, der war eben nicht dabei. „Erst diese Familienbeziehung, die ich mit Aaron und Michael habe, ist die richtige. Die gibt mir mehr als alles, was ich vorher hatte. Es ist die perfekte Konstellation für mich“, sagt Franka. Seit sie mit Michael und Aaron zusammenlebt, hatte sie keinen Freund mehr. Und im Moment fehle ihr das auch nicht, sagt sie. „Wenn es dann mal anders ist, müssen wir gucken.“ Aaron fügt hinzu: „Er muss uns dann alle als Frankas Familie akzeptieren.“

Kinderbilder aller drei Elternteile

In ihrer Wohnung hängen Kinderbilder aller drei Elternteile übereinander im Flur, in identischen Rahmen und gleicher Größe, es wirkt so, als seien die drei eine echte Elterneinheit. Natürlich streiten sie auch manchmal. „Zwei gegen einen“, erklärt Michael. „In wechselnden Konstellationen“, fügt Aaron hinzu. „Oft über den Haushalt, nie über Kindererziehung“, ergänzt Franka. Doch alle drei sind der Meinung, dass ihre Familie Folge einer „schicksalhaften Fügung“ ist. Allerdings, sagt Aaron, könne er, wenn er Fremden von seiner Familie berichte, „förmlich das Kopfkino in den Leuten ablaufen sehen, die sich fragen: ,Oh, wie haben die denn das gemacht?‘ Und die Komischen fragen immer gleich nach der Technik.“

In ihrem persönlichen Umfeld indes haben sie überall Verständnis geerntet, erzählen sie. Die Eltern von Aaron und Michael waren begeistert, Enkelkinder zu bekommen, und auch Frankas Vater - zur Mutter hat sie keinen Kontakt - freut sich, Großvater zu sein. Weihnachten, jüdische Feiertage und die Geburtstage der Kinder feiern sie mit den Großeltern, mal mit Michaels Eltern, mal mit Frankas Vater, nur Aarons Eltern kommen aus Israel und können nur selten dabei sein. Michael und Aaron sagen, ihre Eltern liebten beide Kinder unabhängig von der tatsächlichen biologischen Vaterschaft wie ganz normale Enkelkinder, und wenn ihre Eltern zu Besuch seien, kümmerten sie sich gleichermaßen um beide Kinder.

Missbilligung am Kitaplatz

Auch die meisten ihrer Freunde fänden ihr Familienmodell gut, „nur meine älteste Freundin“, erzählt Franka, „die ist eher konservativ und findet das nicht normal“. Aber offene Kritik übe auch sie nicht, sondern sie freue sich für sie. Richtig deutliche Missbilligung hätten sie bisher erst einmal erfahren - als sie einen Kitaplatz für Ruby gesucht hätten. Da weigerte sich die Leiterin schlichtweg, Ruby aufzunehmen. „Das war so schlimm, ich hab fast geweint“, erinnert sich Michael. Vielleicht lag das aber auch daran, dass Aaron und Michael ohne Franka zu dem Termin gegangen waren. Inzwischen haben sie jedenfalls eine Kita gefunden, in der Ruby willkommen ist. Sie erzählt dort auch ganz offen von ihren beiden Papas. „Sie kennt es nicht anders“, sagt Michael.

Laut Bindungsforscher Karl Heinz Brisch vom Dr. von Haunerschen Kinderspital in München dürfte es eigentlich, wissenschaftlich gesehen, in der Bevölkerung keine Vorbehalte gegen homosexuelle Elternschaft und Regenbogenfamilien mehr geben: „Es gibt seit dreißig Jahren Forschung, die beweist, dass Kinder, die bei homosexuellen Eltern aufwachsen, psychisch gesund sind und selbst nicht häufiger homosexuell werden als die Kinder heterosexueller Eltern“, sagt Brisch. Wichtig für Kinder sei in erster Linie, dass ihre Eltern sie emotional versorgten, sie liebten und eine sichere Bindung zu ihnen aufbauten. Die sexuelle Orientierung der Eltern sei für Kinder nicht entscheidend. Viel wichtiger sei, ob die Eltern liebevoll miteinander umgingen.

Hinzu komme, dass viele Kinder aus gescheiterten Beziehungen im Alltag nur ein Elternteil hätten, „und das ist doch auch nicht ideal“, findet Brisch. Die Kinder von Michael, Aaron und Franka hätten es „besser“ als viele andere Kinder, denn allem Anschein nach hätten sie „drei emotional sichere Häfen, von denen sie liebevoll versorgt werden, das ist eine richtige Luxusausstattung, ein Geschenk besonderer Güte“. Und die Rollenbilder, die ihre schwulen Väter ihnen vorlebten, seien sehr modern und sehr partnerschaftlich. „Es ist doch wunderbar, wenn Kinder lernen, dass Väter liebevoll und fürsorglich sind“, findet Brisch.

Der gleiche Nachname

Doch das ist noch nicht alles, was Michael, Aaron und Franka mit auf den Weg geben wollen: Damit Ruby und Remus trotz ihrer unterschiedlichen Väter den gleichen Nachnamen haben und somit auch nach außen hin als Geschwister wahrgenommen werden, haben sich ihre Eltern noch etwas ziemlich Ungewöhnliches einfallen lassen: Beide Kinder heißen mit Nachnamen wie einer der beiden Väter - und zwar wie der, der nach Meinung aller drei Eltern den schönsten Nachnamen von ihnen dreien hat. Damit aber Franka als Mutter diesen Nachnamen annehmen konnte, hat der Vater mit dem schöneren Nachnamen Franka noch vor der ersten Schwangerschaft geheiratet. Die trug zur Trauung ein schwarzes Kleid, und alle drei tauschten Ringe, die Franka, eine gelernte Goldschmiedin, gemacht hatte. Sie bestehen aus je drei ineinander verflochtenen Strängen, bestehend aus Weißgold, Rotgold und Gelbgold.

Nach anderthalb Jahren haben Franka und der Vater mit dem schönen Namen sich dann wieder scheiden lassen. Aber Franka behielt den schönen Namen, und deshalb tragen den jetzt auch beide Kinder und natürlich einer der Väter. Welcher, das möchten sie genauso wenig in der Zeitung lesen, wie sie öffentlich machen wollen, welches der Kinder von welchem Vater gezeugt wurde. „Die Unterscheidung zwischen biologischer und rechtlicher Vaterschaft trennt das Ganze so sehr, das gibt so eine Hierarchie - ob ein Kind leiblich ist oder nicht, das hat doch keinerlei Bedeutung“, sagt Michael, der darüber, wie er sagt, lange nachgedacht hat.

Co-Parenting

Aaron erzählt, sie hätten Bekannte, zwei Schwule und zwei Lesben, die auch gemeinsame Kinder hätten und die viel Wert darauf legten, andere Leute wissen zu lassen, wer von wem abstamme. „Ich finde das traurig, die fühlen sich ganz anders verbunden als wir“, findet Aaron. Michael, Aaron und Franka möchten alle drei die Eltern beider Kinder sein, unabhängig von den biologischen Tatsachen, und das sind sie auch, soweit man das an einem einzigen Tag überblicken kann. Jeder der Männer kümmert sich rührend um beide Kinder; sie tragen Remus im Tragetuch vor dem Bauch, kochen Fläschchen und machen alles mit einer absolut identischen elterlichen Professionalität wie Franka - die am Morgen schon ein Buggyboard aufgebaut hat.

Dass Co-Parenting auch dauerhaft funktionieren kann, das hat die Amerikanerin Rachel Hope bewiesen. Schon vor 25 Jahren hat sich die heute 44-jährige bisexuelle Autorin aus Los Angeles mit einem 18 Jahre älteren kinderlosen Informatiker zusammengetan und mit ihm einen Sohn gezeugt. Dieser Sohn hat inzwischen einen Bachelor in Philosophie und macht gerade seinen Master in Theologie, weil er Priester werden will. Hope sagt, sie habe ihn gefragt, ob er seine unkonventionelle Familie als Ursache für seine Religiosität sieht, und er habe ihr geantwortet: „Ja, Gott hat mir die perfekten Eltern gegeben, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Und Gottes eigentlicher Plan ist, dass Leute heiraten und dann Kinder kriegen. Aber er erlaubt uns auch, von diesem Plan abzuweichen. Gott ist nämlich flexibel in seinen Planungen.“

Keine Liebe aber Freundschaft

Vor sieben Jahren bekam Hope dann auch noch eine Tochter von einem ebenfalls kinderlosen 25 Jahre älteren „Food Product Developer“, der heute 69 ist. Liebe zu den Vätern spürte sie in keinem der beiden Fälle, aber Freundschaft. Beide Männer sind heterosexuell und steckten damals in festen Beziehungen. Nun hat Hope noch eine dritte künstliche Befruchtung vornehmen lassen, das Sperma dazu stammt von einem dritten heterosexuellen Spender. Noch ist der Embryo tiefgefroren, und es ist nicht klar, ob sie ihn sich einpflanzen lassen wird. Denn dieser Mann, sagt Hope, sei geistig krank. Das habe sie leider zu spät gemerkt: „Das sind eben die Risiken, die man eingeht.“

Hope, die auch ein Buch über Co-Parenting geschrieben hat („Family by Choice: Platonic Partnered Parenting“), schwärmt aber trotz ihrer schlechten Erfahrungen mit dem dritten Spender von dem Modell: Frauen könnten Kinder bekommen, ohne den perfekten Liebespartner gefunden zu haben. So bleibe es ihnen erspart, kinderlos in die Wechseljahre zu schlittern oder unbedingt heiraten zu müssen, während sie noch fruchtbar seien. „Kinderkriegen und Partnersuche voneinander zu trennen ist ganz einfach ein grandioser Akt der Emanzipation“, findet sie.

„Das ist für uns kein erstrebenswertes Modell“

Kritiker hingegen sehen das Co-Parenting skeptisch. „Das ist für uns kein erstrebenswertes Modell“, sagt Birgit Mock, familienpolitische Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Die katholische Kirche stehe der Elternschaft ohne Eheversprechen skeptisch gegenüber, weil Mütter und Kinder durch eine Ehe viel besser für den Fall einer Trennung abgesichert seien. „Mütter, die nicht verheiratet sind, haben ganz große Probleme, im Fall einer Trennung Unterhalt einzuklagen, das zeigt die Erfahrung“, so Mock.

Auch konservative Familienverbände gehen auf Distanz. Hedwig von Beverfoerde, Deutschland-Koordinatorin von „Vater, Mutter, Kind“, einer neuen europäischen Bürgerinitiative zum Schutz von Ehe und Familie, meint: „Es ist nicht in Ordnung, dass man von vornherein plant, dass Kinder in so einer merkwürdigen Elternkonstellation aufwachsen.“ Etwas anderes sei es, wenn sich durch Schicksale wie Tod oder Trennung von Eltern ungewöhnliche Konstellationen ergäben. „Aber dass man Kindern absichtlich zumutet, in so einer nicht als Familie zu bezeichnenden Situation aufzuwachsen, finde ich überhaupt nicht gut“, sagt Beverfoerde. Familie sei nicht „irgendwas, was wir jeden Tag neu definieren können, um die für unsere eigenen Vorlieben passende Konstellation zusammenzubasteln“, sondern eine lebenslange Partnerschaft von Mann und Frau, die miteinander Kinder bekämen. Dies sei „die beste und natürlichste Form, wie Kinder aufwachsen können“, das andere sei „nur Imitation von Familie“ und eine „selbstsüchtige Anmaßung“.

Michael, Aaron und Franka wissen um diese Vorbehalte in konservativen Milieus. „Die Gesellschaft scheint noch nicht so weit zu sein. Aber warum sollte es unserem Glück im Wege stehen, dass irgendwelche Leute nicht gut finden, wie wir leben?“ fragt Michael. Und fügt fast trotzig hinzu: „Was wir machen, ist ja nicht verboten.“ Aaron wiegelt ab: „Das Wichtigste ist doch, dass die Kinder glücklich sind und Zuwendung bekommen, und die bekommen sie.“

Rechtliche Schwierigkeiten

Um Ruby und Remus aber auch vor dem in ihren Augen höchst unwahrscheinlichen Fall einer Trennung von Aaron und Michael zu schützen, haben sich die drei Elternteile Folgendes einfallen lassen: Aaron ist der rechtliche Vater von dem Kind, das Michael gezeugt hat, und Michael ist der rechtliche Vater von dem Kind, das Aaron gezeugt hat. Das bedeutet, dass ihre leiblichen Kinder als rechtlichen Vater den jeweils anderen haben, und sollten „Aaronpapa“ und „Michipapa“, wie Ruby sie nennt, sich jemals trennen, wird der jeweils leibliche Vater viel weniger Rechte als der rechtliche Vater haben. Warum sie das so gemacht haben? „Wir wollten, dass wir selbst im Falle einer Trennung, zum Wohle der Kinder, aufeinander angewiesen sind“, erklärt Michael, der, wie Aaron auch, Jurist ist und an der FU Berlin arbeitet.

Aber auch wenn sie zusammenbleiben, rechnen die drei Elternteile mit Schwierigkeiten: Wenn zum Beispiel ein Kind ins Krankenhaus müsste und dessen rechtlicher Vater mit Franka unterwegs wäre und nicht kommen könnte, dann müsste der leibliche Vater damit rechnen, nicht zu seinem Kind vorgelassen zu werden. Sie wollen sich jetzt deshalb gegenseitig Generalvollmachten ausstellen. „Die lassen wir laminieren und tragen sie dann immer mit uns herum“, sagt Michael. So wollen sie ihr Familienmodell vor dem deutschen Rechtssystem schützen. Darüber hinausgehende Verträge haben sie innerhalb ihrer Familie nicht. Im Mietvertrag stehen sie alle drei, und alle Ausgaben für ihre Familie teilen sie durch drei. Sie vertrauen einander.

„Bechermethode“

Und dann erzählen sie doch noch ganz freiwillig und fast schon beiläufig, wie sie ihre Kinder gezeugt haben. Und zwar haben sie es zwei Jahre lang vergeblich mit der „Bechermethode“ versucht - dabei führt sich die Frau das vom Mann gespendete Sperma mittels einer Spritze ein. Das führte aber nicht zu einer Schwangerschaft, und so fuhren sie schließlich zur Zeugung beider Kinder nach Polen, in eine Kinderwunschklinik. Beide Kinder sind anschließend per Kaiserschnitt in Berlin zur Welt gekommen, und beide Male durfte nur ein Vater dabei sein. Eigentlich hätten sie es so machen wollen, dass der Vater, der kein Blut sehen kann, draußen bleiben sollte, erzählt Michael, aber aus logistischen Gründen habe das nicht geklappt, so dass der Vater, der kein Blut sehen kann, schließlich bei beiden Entbindungen dabei war. Direkt danach sei dann jedes Mal der zweite Papa dazugekommen, und das sei gar kein Problem gewesen: „Im Gegenteil“, erzählt Franka, „eine Ärztin hat sehr nett gesagt: ,Oh, noch ein Papa.‘“

Weil sie natürlich die Einzige ist, die stillen kann, hat Franka auch als Einzige Elternzeit genommen bei den beiden Kindern. Dafür bringen Michael und Aaron Ruby zum Kindergarten und holen sie ab, und manchmal fahren sie auch zusammen mit Ruby in den Urlaub. Die spielt jetzt gerade, wieder auf Frankas Schoß sitzend, mit Remus’ Thermometer. Michael nimmt dies zum Anlass, sich fachmännisch über die Temperatur von Remus’ Fläschchenmilch zu äußern, die mit 39 Grad eigentlich zu warm sei. Dann rüsten sich die fünf für einen Spaziergang. Michael geht mit Ruby auf die Toilette, putzt ihr anschließend den Popo ab und diskutiert mit Franka, welche Schuhe Ruby anziehen soll. Franka stillt Remus, Aaron räumt auf. „Das müsste eigentlich schneller gehen, bis wir fertig sind“, entschuldigt sich Michael. „Aber manche Sachen, wie Stillen, kann eben nur Franka machen.“ Er lacht.

Quelle: F.A.S.
Katrin Hummel
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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