FAZ plus ArtikelPsychische Störungen

Hauptsache, nicht F 60.8

Von Julia Lauer
 - 16:08

„Als die Dinge einen Namen bekamen, hörte ich auf, sein Verhalten persönlich zu nehmen“

Als mein Mann die Diagnose bekam, war das vor allem eine Erleichterung. In dem Moment, in dem die Dinge einen Namen bekamen, habe ich vieles besser verstanden. Als die Ärzte ihm eine schwere Depression attestierten, hörte ich auf, sein Verhalten persönlich zu nehmen und es ihm vorzuwerfen.

Denn so war es vorher gewesen. Wenn die Kinder etwas von ihm wollten und er genervt war, dachte ich: Du hast zwei kleine Kinder, warum freust du dich nicht über sie? Wenn er aufgeregt und gereizt war, alles negativ sah und zu keinem Gespräch bereit war, hatte ich kein Verständnis dafür. Reiß dich doch mal zusammen, fauchte ich ihn manchmal an.

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Quelle: F.A.S.
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