FAZ plus ArtikelLast für Pollenallergiker

Es fliegt was in der Luft

Von Monika Herbst
 - 12:16

In dieser Woche hat die EU-Kommission Deutschland wegen zu schlechter Luft verklagt. Besonders schlecht ist diese in Städten und an vielbefahrenen Straßen. Dass dreckige Luft nicht gut für die Gesundheit ist, ist dabei schon lange kein Geheimnis mehr. Doch wie sehr sie auch für Pollenallergiker eine echt Last ist, daran wird gerade kräftig geforscht. Wobei der erste Gedanke ja eigentlich ist: Als Pollenallergiker müsste man in der Stadt doch besser dran sein als in der Natur, wo ständig Pollen umherschwirren. Schließlich findet man zwischen Häuserschluchten in der Innenstadt eher selten ungemähte Wiesen und Birkenalleen, die bei Heuschnupfen-Patienten juckende Augen, laufende Nasen und im schlimmsten Fall Asthma verursachen können.

Diesen Gedanken bestätigt auch Umweltmedizinerin Professorin Claudia Traidl-Hoffmann: „Auf dem Land sind viel mehr Gräser und zum Teil auch mehr Birken. Es kann sein, dass Allergiker in der Stadt weniger Symptome haben.“ Traidl-Hoffmann leitet das Universitäre Zentrum für Gesundheitswissenschaften am Klinikum Augsburg, ein Forschungsverbund, in dem sich verschiedene Fachrichtungen mit dem Thema Pollen und Allergien beschäftigen. Und obwohl es auf den ersten Blick eben nicht so scheint, ist für sie dennoch klar: Ein Wohnort in der Stadt ist ein Problem für Allergiker. Denn ob man in der Stadt neben einer allergenen Pflanze steht oder auf dem Land, ist ein Unterschied.

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Quelle: F.A.S.
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