Sachsen

Gewaltausbruch zwischen Ausländern und Einheimischen in Wurzen

 - 18:00

In Wurzen bei Leipzig ist es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Deutscher und einer Gruppe Ausländer gekommen, vermutlich Asylbewerber. Dabei wurden zwei Deutsche durch Messerstiche am Oberschenkel schwer verletzt. Eine dritte Person wurde laut Polizei mit einem Elektroschocker verletzt. Einige Deutsche stürmten die Unterkunft der Asylbewerber und verletzten drei von ihnen leicht.

Der Anlass der Auseinandersetzung war für die Polizei zunächst ebenso unklar wie die Frage, ob sie einen extremistischen oder rassistischen Hintergrund hat. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruch.

Laut der „Leipziger Volkszeitung“ handelt es sich bei der Unterkunft um ein von Flüchtlingen genutztes Wohnhaus. Die Polizei konnte das auf Anfrage von FAZ.NET nicht bestätigen. Sie spricht in ihrer Mitteilung von „Ausländern“ und nicht wie die Lokalpresse von Asylbewerbern. Die Lage sei sehr unübersichtlich gewesen, der genaue Tathergang noch nicht rekonstruiert.

Deutsche stürmten die Unterkunft

Vermutlich hat es erst eine verbale Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen in Bahnhofsnähe gegeben. Die Ausländer sind dann laut dem Bericht in ihre Unterkunft gegangen. Zwei junge Deutsche haben sie wohl dorthin verfolgt und eine Scheibe eingeschlagen.

Daraufhin soll eine Gruppe von Ausländern sie verfolgt haben, aber wieder umgekehrt sein, als sie auf eine Gruppe von etwa 30 Deutschen stieß. Die wiederum verfolgte die Ausländer zurück bis zur Unterkunft. Dort verließen zwölf Bewohner mit Messern und Knüppeln bewaffnet das Haus und verletzten drei der Deutschen. Mehrere Deutsche stürmten schließlich die Unterkunft und verletzten drei Ausländer.

Polizisten beendeten die Auseinandersetzung schließlich. Nicht nur zu Nationalität und Aufenthaltsstatus der Ausländer konnte die Polizei keine Angaben machen, sondern auch nicht zur genauen Herkunft der Einheimischen.

Quelle: lfe./dpa
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