Nach Vorfall in Berlin

Fahrer des verunglückten Mietwagens stellt sich

 - 19:10
© dpa, reuters

Der Mann, der in Berlin-Reinickendorf auf einem Gehweg mit einem Mietwagen auf Passanten zugefahren sein soll, hat sich bei der Polizei gemeldet. Der 35 Jahre alte Mieter des Wagens sei am Samstagnachmittag zur Polizei in Moabit gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Die Ermittlungen dauerten an. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass es sich wohl nicht um einen Anschlag handelte. Ermittlungen hätten ergeben, dass der Fahrer des Wagens von der Straße abgekommen sei, weil er einem wendenden Auto ausweichen wollte.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte zuvor bereits erklärt, man gehe von einem „Verkehrsunfall mit Fahrerflucht“ aus. „Die bisherigen Erkenntnisse zum Hergang deuten darauf hin“, sagte Geisel am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Spekulationen verbieten sich, momentan spricht nicht viel für einen Anschlagsversuch.“ Erkenntnisse zur Motivation des derzeit noch flüchtigen Fahrers lägen noch nicht vor.

Der Unbekannte war in der Nacht auf Samstag auf eine Menschengruppe in Reinickendorf zugerast. Verletzt wurde dabei niemand. Der Mann fuhr demnach über einen Gehweg am Wilhelmsruher Damm und kollidierte auch mit einem abgestellten Roller. Nach Angaben der Polizei Berlin konnten Zeugen das Autokennzeichen erkennen, woraufhin noch in der Nacht die Wohnung des Verdächtigen durchsucht wurde. Es war jedoch nicht klar, ob der Mieter des Wagens auch am Steuer gesessen habe, sagte eine Sprecherin.

Zeugenaussagen zufolge konnten sich Passanten nur durch Sprünge zur Seite retten. Anschließend wendete der Fahrer und fuhr über den Bürgersteig der gegenüberliegenden Fahrbahnseite. Danach ergriff er Polizeiangaben zufolge die Flucht. Ob der mutmaßliche Täter gefasst werden konnte, sagte die Behörde nicht. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Ein Mitarbeiter des Lagezentrums sagte, dass man nach den aktuellen weltweiten Vorfällen in alle Richtungen ermitteln müsse. Er warnte aber davor, vorzeitig von einem „Terroranschlag“ zu sprechen.

Quelle: jdhz./dpa
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenBerlin