Bewaffneter Jugendlicher?

Großeinsatz an Schulzentrum in Ludwigshafen

 - 12:27

Die groß angelegte Suche der Polizei nach einem möglicherweise bewaffneten Jugendlichen in einem Ludwigshafener Schulzentrum ist am Mittwochnachmittag eingestellt worden. Es gebe keine Gefahrenlage, meldete das Polizeipräsidium Rheinpfalz auf Twitter. Mehrere Dutzend Beamte versammelten sich zu einer abschließenden Besprechung vor dem Schulzentrum, das über Stunden hinweg durchsucht worden war. Ein bewaffneter Jugendlicher war dabei nicht entdeckt worden. An anderen Orten der Stadt werde ebenfalls nicht gesucht, hieß es.

Ein möglicherweise bewaffneter Jugendlicher löste am Mittwochmorgen in Ludwigshafen einen Großeinsatz der Polizei in einem Schulzentrum im Stadtteil Mundenheim aus. Eine Zeugin hatte kurz vor Unterrichtsbeginn gemeldet, dass ein 14-Jähriger mit einer Pistole über die Straße gelaufen sei. Die beiden in dem Schulzentrum untergebrachten Schulen teilten auf ihren Internetseiten mit, dass keine akute Bedrohung vorliege.

Die Polizei riegelte die Straße am Schulzentrum ab. Beamte mit Maschinenpistolen und schusssicheren Westen sicherten die Eingänge der Realschule und des Gymnasiums, während Kollegen Klassenraum für Klassenraum durchsuchten.

Die Polizei twitterte dann am Vormittag, die beiden Schulen seien durchsucht worden. „Bisher wurde keine Gefahrensituation festgestellt.“ Die Schulen waren während des Einsatzes zunächst nicht geräumt worden, die Schüler blieben in den Unterrichtsräumen. Am Mittag begannen Beamten dann damit, die Klassenzimmer von zwei Schulen zu räumen. Die Schüler wurden in Sporthallen gebracht.

Auf der Internetseite der Karolina-Burger-Realschule teilte Schulleiter Oliver Hornickel zuvor mit: „Im Schulzentrum selbst gibt es im Moment keine wahrnehmbare Gefahrensituation.“ Die Polizei habe die Lage im Griff, es laufe alles sehr geordnet und professionell ab. „Bitte machen Sie sich keine Sorgen“, appellierte er. Die Leitung des benachbarten Heinrich-Böll-Gymnasiums rief Eltern auf, ihre Kinder nicht anzurufen oder abzuholen. „Es handelt sich hierbei um keine akute Bedrohungslage, sondern um reine Vorsichtsmaßnahmen“, schrieb die Schule auf ihrer Internetseite. An den beiden Schulen werden zusammen rund 1200 Schüler unterrichtet.

Quelle: dpa
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenPolizeiLudwigshafen