Prozess in Thüringen

Student gesteht Mord an Kommilitonin

 - 18:36

In einem Mordprozess in Thüringen hat ein 26 Jahre alter Student gestanden, eine 22 Jahre alte Kommilitonin umgebracht zu haben. In der von seiner Verteidigerin vor dem Landgericht Mühlhausen verlesenen Erklärung bestritt er am Montag jedoch, sein Opfer nach dem Tod sexuell missbraucht zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wirft dem aus dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen) stammenden Angeklagten vor, mit Heimtücke und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben. Das Gericht hat noch drei weitere Verhandlungstage anberaumt.

Laut Anklage hatte der 26-Jährige die Studentin während des gemeinsamen Studiums in Nordhausen kennengelernt und sich in sie verliebt. Doch die junge Frau soll seine Liebe nicht erwidert haben. Um sich die Zuneigung der 22 Jahre alten Frau zu sichern, soll der 26 Jahre alte Angeklagte sie belogen und behauptet haben, Chef des Katastrophenschutzes in Erfurt zu sein.

Den Ermittlungen zufolge gaukelte er ihr vor, ihr dort eine Stelle als Personalchefin besorgt zu haben. Der angebliche Arbeitsvertrag sollte am 29. August 2017 in Bonn unterschrieben werden. Das ahnungslose Opfer soll am Vorabend in die Wohnung des Angeklagten gegangen und dort auf der Couch eingeschlafen sein.

Als ihm klar gewesen sei, dass sein Lügenkonstrukt am nächsten Tag zusammenbrechen würde, soll er Panik bekommen haben. Er soll dem 22 Jahre alten Opfer mit einem Messergriff heftig gegen den Kopf geschlagen und der Studentin wenig später die Kehle durchgeschnitten sowie mehrfach in Brustkorb, Bauch und Rücken gestochen haben. Die Schwerverletzte sei wenige Minuten später verblutet.

Quelle: dpa
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