Mein Vater, der Blutsäufer

Foto: Picture Alliance

Eine Begegnung mit Batur Dostum, dessen Vater der grausamste Mann im grausamen Afghanistan ist.

11.01.2018
Text: MARCO SELIGER

Es gibt diese verrückte, aber wahre Geschichte über Raschid Dostum; sie geht so: Einige Tage nach dem 11. September 2001 rief der afghanische Warlord bei der CIA in Langley an. Er könne ihnen helfen, die Taliban zu stürzen und Usama Bin Ladin zu fangen, sagte er am Satellitentelefon. Es dauerte kaum vier Wochen, dann begann der Krieg der Vereinigten Staaten in Afghanistan. Sie wollten ihn zunächst mit nur wenigen Truppen am Boden und mit vielen Präzisionsbomben aus der Luft führen. Also landete Mitte Oktober 2001 ein Dutzend amerikanischer Elitesoldaten mit Hubschraubern in einem Tal des Hindukusch, in dem Dostum auf sie wartete. Ihr Ziel: die Befreiung der Stadt Mazar-i-Sharif von den Taliban. Allerdings gab es ein Problem: weder die Amerikaner noch Dostum hatten Autos. Es gab nur Pferde. Die meisten US-Soldaten konnten nicht reiten. Das machte nichts, Dostum brachte es ihnen bei. Dann ging es los. Die afghanischen Truppen kämpften, während die Amerikaner die Bomben der Kampfflugzeuge ins Ziel lenkten. Einige Wochen später hatte die afghanisch-amerikanische Reiterhorde die Taliban aus Mazar-i-Sharif vertrieben.

Eine Geschichte aus „Frankfurter Allgemeine Quarterly“, dem neuen Magazin der F.A.Z.

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Batur Dostum war 15 Jahre alt, als sein Vater dieses Kapitel der Kriegsgeschichte schrieb. Nun, 16 Jahre später, wollen wir Batur treffen und mit ihm über Raschid Dostum reden, einen Menschen, dessen Mut so legendär ist, dass die Amerikaner jetzt sogar einen Film über ihn gedreht haben. Der seit drei Jahrzehnten der Führer der Usbeken ist, einer Minderheit in Afghanistan, die sich als Nachkommen von Dschingis Khan verstehen. Ein Mensch aber auch, der hart ist, brutal, erbarmungslos und grausam.

Es gibt da, zum Beispiel, die Geschichte des Soldaten, der etwas gestohlen hatte. Dostum, der General, verhängte die Todesstrafe. Er befahl, den Dieb unter die Kette eines Panzers zu binden. Die anderen Soldaten mussten sich im Hof aufstellen und zusehen. Dann gab Dostum dem Fahrer den Befehl, loszufahren. Der Panzer zermalmte den Mann und verteilte die Überreste auf dem ganzen Hof. Das war 1997. Dostum kommandierte schon damals Tausende von Milizionären und duldete keine Verstöße gegen die Disziplin in seiner Truppe. Er war erbarmungslos, vor allem gegenüber dem Feind. Die Blutspur, die sich seit Jahrhunderten durch die afghanische Geschichte zieht, führt unweigerlich auch zu ihm. Raschid Dostum hat in den vergangenen vier Dekaden seit Ende der 1970er Jahre an allen afghanischen Kriegsfronten gekämpft und selten Gefangene gemacht. Zeitungen wie „Die Welt“ haben ihn deshalb „Blutsäufer“ genannt.

  • Raschid Dostum bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kabul im Oktober 2004 Foto: Picture-Alliance
  • Der damalige afghanische Präsident Hamid Karsai und General Raschid Dostum, damals stellvertretender Verteidigungsminister, im März 2002 bei Neujahrsfeierlichkeiten Mazar-i-Sharif Foto: Picture-Alliance

Raschid Dostum wurde 1954 in der Nähe der nordafghanischen Stadt Scheberghan als Sohn eines Bauern geboren. Die Familie war arm, schon früh musste er auf dem Feld helfen. Afghanistan wurde damals von Mohammed Zahir beherrscht, dem König, der versuchte, das Land im Kalten Krieg unabhängig zu halten. 1973 putschten sich afghanische Kommunisten an die Macht. Nachdem er sich zunächst als Landarbeiter und Klempner durchgeschlagen hatte, ging Dostum im Alter von 23 Jahren zur Armee. Dort machte er Karriere, weil er ein guter Taktiker war und Truppen führen konnte. Während der sowjetischen Besatzungszeit in den 1980er Jahren erhielt er eine Ausbildung bei der Roten Armee. Zu seinem Markenzeichen wurde der Verrat. Erst war er auf der Seite der Kommunisten, dann gegen sie. Erst kämpfte er mit den Tadschiken gegen die Paschtunen, dann mit den Paschtunen gegen die Tadschiken. Er war ein Warlord mit eigener Armee. Seine Truppen plünderten und vergewaltigten, wo er sie ließ. Er ließ sie oft.

In der westlichen Welt ist sein Name jedoch vor allem mit einem Verbrechen verbunden. Es ist das Massaker von Dascht-i-Leili, einer Wüste südlich der Stadt Scheberghan. Die Amerikaner hatten Dostum im Dezember 2001 gebeten, etwa 8000 in Kundus gefangen genommene Taliban in ein Gefängnis zu bringen. Sie sollten dort verhört werden. Nur 5000 Taliban kamen in der Haftanstalt tatsächlich an. Die anderen erstickten in Schiffscontainern, in die sie gepfercht worden waren, oder starben in der Wüste, durchsiebt von Kugeln und zerfetzt von Granatsplittern. Menschenrechtsorganisationen machen Dostum für das Massaker verantwortlich. Er bestreitet, davon gewusst zu haben.

Viele Afghanen haben die Gewalt und die Willkür der Milizen satt. Die Taliban sind zwar Fanatiker. Aber wo sie herrschen, gibt es zumindest eine gewisse Ordnung.

Wir hätten Raschid Dostum gern getroffen. Doch der Generalstaatsanwalt in Kabul ermittelt gegen ihn, seitdem Dostum vor gut einem Jahr einen politischen Rivalen misshandeln und vergewaltigen ließ. Er flüchtete ins Exil nach Ankara, wo seine drei Frauen leben und er ein Kasino besitzt. Sein ältester Sohn hält daheim die Stellung. Ob Batur von den Verbrechen seines Vaters weiß? Und wenn ja, wie lebt er damit? Wir verabreden uns mit ihm an einem heißen Spätsommertag in der Familienresidenz in Scheberghan. An der Zufahrt stehen bewaffnete Männer und hinter ihnen schwere Betonklötze auf dem Asphalt. Autos müssen die Hindernisse umfahren und ein Tor passieren, ehe sie auf den hell gepflasterten Hof der Residenz einbiegen können. An dessen Ende steht ein Phantasiebau mit viel Glas, Rundbögen und Säulen. Batur Dostum empfängt aber nicht im „Palast“, wie die Bewohner von Scheberghan den Luxusbau nennen, sondern im Gästehaus nebenan.

Raschid Dostum trifft im November 2017 in Ankara den türkischen Präsidenten Erdogan. Foto: Picture-Alliance

Bewaffnete salutieren, als er in der traditionellen Kleidung der Afghanen, einem längeren Hemd und einer weiten Hose, aus dem Haus kommt. Darüber trägt er ein schwarzes Sakko und einen landestypischen Umhang. Sein Personal behandelt ihn wie einen Herrscher. Doch er wirkt nicht so. Er lächelt schüchtern bei der Begrüßung, seine Hand ist klein und sanft. Die jungenhaften Züge im glatten Gesicht und der schmächtige Körper lassen ihn so gar nicht wie den Spross seines Vaters aussehen. Raschid Dostum ist ein Bär, grobschlächtig und übergewichtig, mit kurz geschorenem Haar und Schnurrbart. Alles an ihm ist hart und kriegerisch. Sein dröhnendes Lachen, heißt es in einem Buch über ihn, soll Menschen vor Furcht erstarren lassen. Batur dagegen wirkt zart und kindlich, so, als könnte er keinem Menschen etwas zuleide tun.

Batur Dostum in Scheberghan, wo die Dostums ihr Hauptquartier haben. Foto: Marco Seliger

Der Weg in den Empfangssaal des Gästehauses führt über eine geschwungene Treppe. Oben hält ein Diener mit der rechten Hand die Tür auf, während er in der linken eine Kanne mit grünem Tee hält. Schwere Teppiche dämpfen den Schritt, als Batur Dostum den Raum betritt. Künstliches Licht beleuchtet lange Sitzreihen aus Sesseln und Sofas. Schwerer Stoff verdunkelt die Fenster. Batur setzt sich in einen Sessel, und während der Diener Tee einschenkt, sagt er, mit ernstem Blick: Sein Vater könne „keinem Tier und keiner Pflanze“ etwas zuleide tun. Er sei ein barmherziger und sanfter Mensch. Niemand wisse das besser als er. „Glauben Sie mir: Mein Vater ist nicht das Monster, als das er oft hingestellt wird.“ Dann nimmt er einen Schluck Tee und erzählt aus seiner Kindheit.

Als er ein Junge war, habe ihm sein Vater Bücher geschenkt, die vom Leben Dschingis Khans handelten. In seinen Träumen habe er sich dann in einem Heer stolzer Krieger gesehen, die auf Pferden über gegnerische Truppen herfallen und ganz Zentralasien unterjochen. „Wir sind Dschingis Khans Abkömmlinge, gewandt, kühn und furchtlos, hat mir mein Vater einmal erzählt“, erinnert sich Batur. Und genau das wäre er gern: ein stolzer Krieger.

Doch der Vater habe gewollt, dass er Politiker wird. Batur war folgsam und studierte Internationale Beziehungen an der Universität in Ankara. Kurz nach seinem Abschluss entstand ein Foto, das ihn als Mitglied der afghanischen Delegation bei der UN-Vollversammlung im Herbst 2016 in New York zeigt. Es wurde bei Facebook gepostet und von Kommentatoren als Beleg für die Vetternwirtschaft in Afghanistan gewertet. Doch Batur wiegelt ab. Er habe damals nur seinen Vater vertreten, sagt er. Ob sie denn jetzt von einem Kindergarten regiert würden, fragte ein Facebook-Nutzer in einem Kommentar zu dem Foto spöttisch. Batur kennt den Post. Er ist viel auf Facebook unterwegs und hat dort eine eigene Seite. „Jeder kann seine Meinung frei sagen“, sagt er lächelnd.

Gefangene Taliban in Mazar-i-Sharif, nach der Eroberung durch Dostums Milizen Foto: Reuters

Das stimmt natürlich nicht. Von Meinungs- und Pressefreiheit kann in Afghanistan keine Rede sein. Immer wieder werden kritische Journalisten umgebracht, auch in Nordafghanistan. Batur hat im Studium einiges über die Medien im Westen gelernt. „Sind die Journalisten bei Ihnen nicht verpflichtet, sorgfältig zu recherchieren?“, fragt er. Er komme darauf, weil dort „so viele Lügen“ über seinen Vater verbreitet würden. Zum Beispiel über das Massaker von Dascht-i-Leili: „Mein Vater hat lediglich den Befehl gegeben, die Taliban ins Gefängnis zu bringen.“ Die Schuld an dem Massaker trage ein Unterkommandeur. Der habe auf eigene Faust gehandelt. „Mein Vater war zu diesem Zeitpunkt in Kundus und hat mit den Amerikanern den nächsten Angriff vorbereitet“, sagt Batur. „Fragen Sie die Amerikaner, die können das bestätigen.“ Dann lässt er sich von seinem Diener einen Papierstapel geben. Er zieht einige Blätter heraus und sagt, hier habe er ein weiteres Beispiel dafür, wie die westlichen Medien die Unwahrheit verbreiteten. „Die usbekischen Milizen von General Dostum steckten die Gefangenen in Brunnen, die sie von Bulldozern einebnen ließen“, liest er vor. Dann blickt er auf und fragt: „Wissen Sie, wie es tatsächlich war?“

Batur Dostum spielt auf ein Massaker im Jahr 1997, in Mazar-i-Sharif, an. Die Taliban bestachen damals Dostums Stellvertreter Malik Pahlawan und handelten mit ihm aus, dass er an der Macht in der Stadt beteiligt werde, wenn er Mazar-i-Sharif kampflos übergebe und Dostum ausliefere. Dostum bekam Wind von der Sache und konnte fliehen. Als die Taliban in Mazar-i-Sharif eingerückt waren, wollten sie von der Vereinbarung nichts mehr wissen. Auf Befehl Pahlawans erhoben sich die usbekischen Milizen und die Einwohner. Die Taliban kannten sich in der Stadt nicht aus und saßen in der Falle. Die, die nicht während der Kämpfe gefallen waren, wurden in einen 20 Meter tiefen Brunnen in der Wüste geworfen und bei lebendigem Leib begraben. Es gab mehr als 2000 Tote, die westliche Berichterstatter Dostum anlasteten. „Mein Vater konnte das gar nicht getan haben“, sagt Batur. „Er war zu diesem Zeitpunkt schon in die Türkei geflohen.“

Raschid Dostum, aufgenommen am im Oktober 2013 in Kabul. Der Oberste Gerichtshof von Afghanistan hat sieben seiner Leibwächter wegen Entführung und Vergewaltigung eines politischen Rivalen zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Foto: dpa

Es gibt viele Verbrechen, die Raschid Dostum vorgeworfen werden. Manche zu Unrecht, wie das Beispiel von Malik Pahlawan 1997 zeigt. Doch an den meisten war er in irgendeiner Weise beteiligt. Etwa an der Zerstörung der Hauptstadt Kabul während des furchtbaren Bürgerkriegs zwischen 1992 und 1996. Dostum saß in seiner Kommandozentrale in Mazar-i-Sharif und ließ seinen Truppen in Kabul freie Hand. Sie folterten und mordeten, sie plünderten und vergewaltigten. Und wenn sie die Männer umgebracht und die Frauen missbraucht hatten, dann brannten sie deren Häuser nieder. Niemand hat Dostum oder einen seiner Frontkommandeure dafür jemals zur Rechenschaft gezogen.

Raschid Dostum gehört zu den Männern in Afghanistan, die in ihrem Leben nichts anderes getan haben, als Krieg zu führen. Sie sind Warlords, die zwar heute Anzüge tragen und politische Ämter bekleiden, doch nach wie vor glauben sie, dass für sie das Gesetz des Stärkeren gilt. Dostum ist seit 2014 afghanischer Vizepräsident. Bei seiner Vereidigung in Kabul hatte er geschworen, den afghanischen Völkern zu dienen. Aber das hindert ihn nicht daran, seine Milizen in Dörfer zu schicken, um willkürlich Männer zu verhaften und Häuser zu plündern. „Das sind Taliban und Terroristen, die vernichtet werden müssen“, erklärt Batur und lehnt entspannt in seinem Sessel. Doch viele Menschen haben die Gewalt von Dostums Milizen satt. Weil ihnen der schwache afghanische Staat keinen Schutz gewähren kann, weil es keine unabhängige Rechtssprechung und keine Gerechtigkeit gibt, suchen sie bei anderen nach Sicherheit. Die Taliban sind religiöse Fanatiker. Aber in ihren Gebieten herrscht Ordnung. Warlords wie Dostum sind es, die dafür sorgen, dass der afghanische Staat nicht auf die Beine kommt. Selbst die Amerikaner, die lange Dostums Rachefeldzug gegen die Taliban zugesehen haben, wollen von ihrem einstigen Kriegshelden nichts mehr wissen. Für sie ist er inzwischen ein Aussätziger, dem sie nicht einmal mehr ein Visum erteilen. „Dabei hat er so viel für die Amerikaner getan“, klagt Batur Dostum und schaut auf die Uhr. Mittagszeit.

Abdul Raschid Dostum ist nominell noch immer der Vizepräsident von Afghanistan, obwohl er im türkischen Exil lebt und die westlichen Alliierten sich von ihm losgesagt haben. Foto: Picture-Alliance

Ein Diener betritt den Raum. Sie könnten jetzt essen, sagt er. Batur Dostum bittet zu Tisch. Es gibt Hühnchen und Reis, dazu Fanta und Coke. Er fragt, wie es gelingen könnte, das Image seines Vaters in Deutschland zu verbessern. Ob es sinnvoll wäre, ein paar Bundestagsabgeordnete in die Residenz nach Scheberghan einzuladen? Immerhin, sagt er, sei sein Vater der Befreier Afghanistans. Vielleicht wollten die deutschen Politiker ja mal einen wahren Helden kennenlernen und nicht immer nur „den korrupten Präsidenten“. Doch auch Deutschland will von Raschid Dostum nichts wissen. Schon zur Bonner Konferenz Anfang Dezember 2001, auf der über die künftige politische Ordnung in Afghanistan beraten wurde, war Dostum nicht eingeladen. Zu dieser Zeit kämpfte er noch an der Seite der Amerikaner gegen die Taliban. Aber schon damals war klar, dass für einen Warlord wie ihn kein Platz sein sollte im neuen Afghanistan.

„Horse Soldiers“ heißt der Film, der von der kühnsten Tat Raschid Dostums erzählt: der Eroberung von Mazar-i-Sharif. Navid Negahban, allseits bekannt als Abu Nazir in der Serie „Homeland“, spielt Raschid Dostum.

Raschid Dostum ist aber immer noch da. Und wie! Sein Parforceritt vor 16 Jahren gegen die Taliban ist Legende in den amerikanischen Streitkräften. Die Soldaten, die damals dabei waren, haben die schier unglaubliche Geschichte nach ihrer Rückkehr dem „New York Times“-Journalisten Doug Stanton erzählt. Der hat sie in seinem Buch „Horse Soldiers“ verewigt, das nun unter gleichem Namen verfilmt wurde. In dem Film gibt es zwei Hauptfiguren. Die eine ist Captain Mitch Nelson, der Führer der US-Elitesoldaten. Die andere ist Raschid Dostum. Wer von beiden der erfahrene, gewiefte Kriegsstratege ist, das zeigt eine Szene. Dostum fordert Nelson auf, einen Bunker bombardieren zu lassen. Nelson fragt, wie er sicher sein könne, dass es Taliban seien, die sich in dem Bunker verschanzt hätten. Er wolle schließlich keine Unschuldigen töten. Daraufhin ändert Dostum die Frequenz an seinem Funkgerät und ruft: „Hier ist General Dostum, kommen!“ Am anderen Ende meldet sich eine Stimme. Sie gehört einem Taliban-Kommandeur, der nicht ahnt, dass es der Feind ist, der auf seiner Frequenz funkt. Kurz darauf haben die Amerikaner das Funkgerät geortet. Es befindet sich in dem Bunker. Den Rest erledigt eine GPS-gesteuerte Bombe.

Unten vor der Tür laufen bereits die Motoren. Es ist später Nachmittag und der Weg von Scheberghan nach Mazar-i-Sharif noch weit. Er führt an Dörfern vorbei, in denen heute die Taliban wieder das Sagen haben. „Sie sollten zusehen, dass Sie bei Einbruch der Dunkelheit zurück sind“, sagt Batur Dostum freundlich. „Das ist sicherer.“ Dann gibt er die Hand zum Abschied und ist schon auf dem Weg zurück ins Haus, als ihm noch etwas einfällt. „Ich weiß, dass mein Vater bei Ihnen im Westen als Kriegsverbrecher bezeichnet wird“, sagt er. „Aber insgeheim verehrt ihr ihn als Helden.“
Als Filmhelden vielleicht. „Horse Soldiers“ kommt im März 2018 in die deutschen Kinos.

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Quelle: F.A.Q.