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Abschied vom Karneval

Der Nubbel war’s!

 - 12:27

Unter lautem Gejammer haben sich Karnevalisten in vielen nordrhein-westfälischen Städten von den jecken Tagen verabschiedet. Die Düsseldorfer beweinten und beklagten am Morgen des Aschermittwochs ihren Hoppeditz. Die Narrenfigur sollte nach einem Trauerzug am Mittag verbrannt werden. Am 11.11. feiert die Strohpuppe jedes Jahr Auferstehung.

Die Kölner Jecken verbrannten bereits am Dienstagabend ihren Nubbel – einen symbolischen Sündenbock für ihre Vergehen im Karneval. Während der närrischen Zeit hängt die Strohpuppe an oder in vielen Kneipen. Am Dienstagabend wird er dann durchs jeweilige Veedel getragen, begleitet von den Abschied nehmenden Karnevalisten, und schließlich verbrannt. Damit werden alle an Karneval begangene Sünden vom Nubbel mitgenommen und pünktlich zur Fastenzeit beseitigt. In Jülich bei Aachen beerdigen Narren jedes Jahr am Veilchendienstag ihren Lazarus mit einem Sturz in die kalte Ruhr.

Auch die Narren in Baden-Württemberg haben am Mittwoch vielerorts Abschied von der Fastnacht genommen. In einigen Hochburgen wird das Ende der närrischen Zeit traditionell mit Bräuchen wie der Geldbeutelwäsche besiegelt. Dabei werden die Geldbeutel, die sich zur Narrenzeit vollständig geleert haben, in einem Brunnen oder Bach gewaschen und dann zum Trocknen an eine Wäscheleine gehängt. In vielen Orten im Südwesen wird die Fastnacht zudem in Form einer Stroh-Hexe verbrannt, ertränkt oder vergraben, oftmals auch bereits schon am Dienstagabend. Andernorts gaben die Narren die Schlüssel der Rathäuser und damit ihre Macht zurück.

Quelle: dpa
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