Neue Vorwürfe in Hollywood

Ellen Page wirft Regisseur Homophobie vor

 - 16:33

Die Vorwürfe gegen mächtige Männer in Hollywood reißen nicht ab. Neben Produzent Harvey Weinstein, Schauspieler Kevin Spacey und Comedian Louis C.K. wurden auch gegen Regisseur Brett Ratner schwere Anschuldigungen erhoben: Sechs Schauspielerinnen beschuldigten ihn in der „Los Angeles Times“, sie sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt zu haben.

Nun hat auch Schauspielerin Ellen Page dem Regisseur Ratner Fehlverhalten am Set vorgeworfen. Bei den Dreharbeiten zu „X-Men: Der letzte Widerstand“ habe er ihr gegenüber anzügliche Bemerkungen gemacht und sie schließlich vor der gesamten Crew geoutet. Die inzwischen offen homosexuell lebende Page, die zum Zeitpunkt des Vorfalls 18 Jahre alt war, hatte sich bis dahin selbst noch nicht geoutet.

„Du solltest mit ihr schlafen, damit ihr klar wird, dass sie lesbisch ist“, soll Ratner zu einer Schauspielkollegin gesagt haben – vor versammelter Crew. Die Anschuldigungen veröffentlichte die Schauspielerin am Freitag in einem Facebook-Post. „Ich war eine junge Erwachsene, die zwar irgendwie wusste, dass sie lesbisch ist, es sich aber noch nicht wirklich eingestanden hatte“, erklärt Page darin. Dieser Mann, der mich gecastet hatte, begann unsere monatelange Zusammenarbeit mit diesem entsetzlichen Plädoyer.“ Ratner habe sie geoutet, ohne ihr Wohlergehen zu berücksichtigen – eine Tat, die „wir alle als homophob anerkennen.“

Schauspielkollegin Anna Paquin sprang Ellen Page zur Seite. „Ich war dort, als der Kommentar gefallen ist. Ich stehe dir bei“, twitterte Paquin, nachdem Page die Vorwürfe erhoben hatte. Ratner hatte die vorangegangenen Anschuldigungen weiterer Frauen zurückgewiesen, die angaben, er habe sie sexuell belästigt oder vergewaltigt.

Quelle: jdhz.
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