Gericht entscheidet

Mindestgröße für NRW-Polizisten zulässig

 - 16:29

Mindestkörpergrößen als Einstellungskriterium für den Polizeidienst in Nordrhein-Westfalen sind rechtmäßig und sie dürfen auch per Erlass bestimmt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Dienstag entschieden und die Klage einer 1,60 Meter großen Frau aus Duisburg abgewiesen.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hatte vor einigen Monaten in einem neuen Erlass festgelegt, dass Bewerber für den Polizeidienst unabhängig von ihrem Geschlecht eine Körpergröße von mindestens 1,63 Meter aufweisen müssen. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die bisherige Regelung mit unterschiedlichen Körpergrößen für Männer (1,68) und Frauen (1,63) verworfen.

Am Dienstag kam nun das Düsseldorfer Verwaltungsgericht zu dem Schluss, dass das Land die neue Regelung sachgerecht und nachvollziehbar begründet habe. Das Land argumentiert, dass eine Mindestgröße auch für den Eigenschutz der Beamten wichtig sei. Unter anderem könnten größere Polizisten bei Verkehrskontrollen besser in Autos schauen und eher Gefahren erkennen. Kleinere Bewerber liefen auch Gefahr zu stolpern, weil der eigene Schlagstock in ihre Kniekehlen rage.

Der Umstand, dass es in anderen Bundesländern unterschiedliche Mindestgrößen gibt, stelle den NRW-Erlass nicht in Frage, so das Gericht. „Das können die Bundesländer halten wie sie wollen, wir sind ein föderaler Staat.“ (Aktenzeichen 2K 766/18)

Quelle: reb.
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