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Aufregung über Musikvideo

Snoop Dogg richtet Pistole auf Trump-Clown

© Screenshot/Youtube, dpa/sede.

Rapper Snoop Dogg macht in einem neuen Musikvideo deutlich, was er von Präsident Donald Trump hält. Im Clip zu seinem neuen Song „Lavender (Nightfall Remix)“, der am Montag (Ortszeit) veröffentlicht wurde, richtet der 45-Jährige eine Pistole auf einen als Clown geschminkten Mann, der an Donald Trump erinnert. Vorher im Clip ist in einem nachgestellten TV-Beitrag mit dem Clown bereits zu lesen: „Ronald Klump will alle Doggs deportieren.“

Nach drei Minuten verstummt in dem Video die Musik, man hört Waffen klicken und sieht den Präsidenten-Darsteller mit Clownsvisage vor einem Auto stehen, langsam die Hände erhebend. Snoop richtet eine Pistole auf den Clown und drückt ab – aus dem Lauf kommt aber keine Kugel, sondern ein Fähnchen mit der Aufschrift „Bang“. Bis auf Snoop Dogg („Drop it Like It’s Hot“) sind alle Figuren im Video als Clowns geschminkt, bei Schüssen fliegt Konfetti aus den Waffen.

Der Rapper verteidigte das Video gegenüber „Billboard“: Es gehe ihm darum, auf ein paar grundsätzliche Dinge aufmerksam zu machen. „Polizisten können Menschen erschießen und sie kommen davon damit.“ Während Schwarze für den Handel mit Marihuana 20, 30 Jahre eingesperrt würden, machten Weiße das wirkliche Geld im Drogenhandel. In Hinblick auf Trump erwähnte er auch den Einreisebann für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern, den der durchsetzen wollte. Es passiere gerade „eine Menge Clown-Mist“, findet der Rapper.

In dem Video, das YouTube-Star Jesse Wellens produziert hat, geht es tatsächlich auch viel um Polizeigewalt: In einer Szene erschießt ein uniformierter Clown einen kiffenden Clown, der in einem Auto sitzt, während ein Dritter die Szene mit seinem Smartphone filmt. Darüber spricht dank der Trump-Szene jetzt allerdings niemand mehr. Dafür äußern amerikanische Politiker heftige Kritik an dem Musiker: Der Republikaner Marco Antonio Rubio, der in der Vorwahl gegen Trump angetreten war, sagte zu „TMZ“: „In unserem Land wurden schon Präsidenten erschossen, deswegen sollte man wirklich vorsichtig mit solchen Sachen sein.“ Wenn die falsche Person so etwas zu sehen bekommen, könnte das zu großen Problemen führen. „Snoop hätte das nicht machen sollen.“

Quelle: dpa/sede.
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