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Soundgarden-Sänger

Cornells Witwe zweifelt Suizid an

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Die Witwe des amerikanischen Rockmusikers Chris Cornell bezweifelt, das sich ihr Mann das Leben genommen hat. Der 52-Jährige habe niemals angedeutet, dass er nicht mehr leben wolle, erklärte Vicky Karayiannis Cornell am Freitag. Sie deutete an, dass der Frontmann der Band Soundgarden in seinen Handlungen möglicherweise durch die Einnahme eines Beruhigungsmittels beeinträchtigt gewesen sein könnte.

Cornell war kurz nach einem Konzertauftritt tot in einem Hotelzimmer in Detroit aufgefunden worden. Als offizielle Todesursache nannte der örtliche Gerichtsmediziner Suizid durch Erhängen. Seine zweite Ehefrau betonte nun jedoch, ihr Mann habe seine Kinder geliebt – „er würde ihnen nicht wehtun, indem er sich absichtlich das Leben nimmt“.

Große Zweifel

Die Geschehnisse seien „unerklärlich“, und sie hoffe, „dass weitere medizinische Berichte zusätzliche Details liefern“, erklärte die Cornell-Witwe. Cornell konsumierte viele Jahre Heroin und andere Drogen und kämpfte gegen Depressionen an. Mitte der 2000er Jahre kam er aber von den Drogen los. Nach Angaben der Witwe nahm er ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen Angstzustände und Panikattacken.

Karayiannis Cornell berichtete, dass ihr Mann vor wenigen Tagen zwischen seinen Konzerten zur Familie zurückgekehrt sei. Er sei über den Muttertag am vergangenen Sonntag hinweg bei der Familie gewesen und erst kurz vor dem Konzert nach Detroit geflogen.

Cornell hinterlässt drei Kinder

In ihren Gesprächen vor diesem Auftritt sei es unter anderem um Urlaubspläne für Ende Mai gegangen, teilte die Witwe mit. Bei ihrem Telefonat nach dem Konzert habe ihr Mann dann mit undeutlicher Stimme gesprochen und „anders“ gewirkt. Er habe ihr gesagt, dass er womöglich ein oder zwei Extra-Tabletten seines Medikaments eingenommen habe. Daraufhin habe sie das Sicherheitspersonal kontaktiert, damit es nach dem Rechten sehe.

Cornell hinterlässt drei Kinder, zwei davon mit Karayiannis Cornell und eines aus seiner ersten Ehe. Der in der Westküstenstadt Seattle geborene Sänger zählte zu den Pionieren des sogenannten Grunge-Rock. 1984 gründete er die Band Soundgarden, die zusammen mit Nirvana, Alice in Chains und Pearl Jam zu den führenden Bands dieser Bewegung in den späten 80er und frühen 90er Jahren gehörte.

Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222. Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis. Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin. Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

Quelle: AFP
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