FAZ plus ArtikelAfrikanische Geier

Tod der Totenvögel

Von Thilo Thielke, Kapstadt
 - 10:13

Als André Botha in Mbashene eintraf, bot sich ihm ein Bild des Grauens. In dem Dorf im Süden von Moçambique lagen mehr als 100 tote Geier an einem Elefantenkadaver, darunter 80 Weißrückengeier (Gyps africanus) und sieben Kappengeier (Necrosyrtes monachus). Beide Arten sind vom Aussterben bedroht und stehen als besonders gefährdet auf der Roten Liste der „Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“ (IUCN).

„Es war ein Schlachtfeld“, sagt Botha. „Der Elefantenkadaver, der die Greifvögel angelockt hat, war zuvor vergiftet worden. Die Vögel wurden gezielt getötet.“ Der Fachmann von der Artenschutzorganisation Endangered Wildlife Trust lebt in Südafrika. Aber immer, wenn irgendwo im südlichen oder östlichen Afrika ein Massensterben von Geiern gemeldet wird, wird er zu Hilfe gerufen. In letzter Zeit geschieht das immer häufiger.

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Quelle: F.A.Z.
Thilo Thielke
Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.
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