Mehr Eisbären, weniger Migräne

Gute Nachrichten, die Sie verpasst haben dürften

 - 14:28

Die vergangene Woche war wieder voller positiver Meldungen – aber oft übersieht man sie in der Informationsflut. Wir befördern freitags die guten Nachrichten ans Tageslicht und fassen zusammen, was Sie in dieser Woche an erfreulichen Meldungen verpasst haben könnten.

Wieder mehr Eisbären in Kanada

Den Eisbären im kanadischen Labrador geht es ausgesprochen gut – das Ende der Seehundjagd könnte ihnen das Leben gerettet haben. Wie der britische „Guardian“ berichtete, ist die kanadische Eisbärenpopulation trotz milderer Winter und des Rückgangs von Eisflächen auf dem Ozean angewachsen. Mehr als 2500 Tiere leben an der Küste von Labrador und im nördlichen Quebec und damit weit mehr als noch zu Beginn des Jahrtausends. Die dort lebenden Bären zählen zudem zu den gesündesten der Welt. Ein Grund für höhere Anzahl an Tieren und gute Gesundheit der Eisbären könnte die immer größere Robbenpopulation in der Region sein. Zahlreiche Fischer mussten unter dem Druck des internationalen Marktes die Robbenjagd hinter sich lassen, die Tiere konnte sich wieder vermehren – und mit ihnen die Bären.

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Eisbär-Baby NanookErste Schritte im Außengehege

Solarzellen, die auch bei Regen gut funktionieren

Forscher der chinesischen Soochow University in Suzhou haben es sich zur Aufgabe gemacht, Solarzellen zu entwickeln, die auch bei schlechtem Wetter gut funktionieren. Wie die Fachzeitschrift „ACS Nano“ berichtete, sollen die Zellen mit einem sogenannten triboelektrischen Nanogenerator (TENG) versehen werden. Diese laden die Tropfen elektrisch auf. Noch produzieren die Forscher damit weniger Strom, als herkömmliche Solarzellen es bei Regen schaffen, doch dies soll sich bald ändern. Mit den Solarpaneelen auf den Dächern dieser Welt möchte man dennoch nicht konkurrieren: Wenn es nach den chinesischen Forschern geht, sollen in Zukunft Regenjacken aus Fasern bestehen, die beim Abperlen der Tropfen für Strom sorgen.

Neues Medikament beugt Migräneanfällen vor

In den Vereinigten Staaten ist ein Medikament zugelassen worden, das Migräneanfälle stark reduzieren soll. Bislang gab es keine Behandlung, die explizit auf die Prävention von Migräne abzielt. Wie die „New York Times“ berichtet, sollen Kopfschmerzattacken schwächer und um rund 50 Prozent vermindert auftreten. Das Medikament funktioniere dabei ähnlich einer Insulininjektion und werde monatlich verabreicht. Laut Migräne-Spezialisten der amerikanischen „Mayo Clinic“ in Phoenix könnte die Therapie einen immensen Einfluss auf die Behandlung von Migräne und auf die Lebensqualität von Betroffenen haben. Die Zulassung in Deutschland wird nach Angaben der „Deutschen Apotheker Zeitung“ noch geprüft.

Der Klimaschutz könnte sich für Staaten wirtschaftlich rechnen

Laut der Zeitschrift „Nature“ wäre es für Länder finanziell lohnenswert, sich um das Klima zu kümmern. Würde das Pariser Abkommen wie geplant durchgesetzt, könnte dies weltweit einen wirtschaftlichen Profit von mehr als zwanzig Billionen Dollar bedeuten. Forscher der kalifornischen „Stanford University“ gehen davon aus, dass die Welt im Jahr 2100 insgesamt um etwa drei Prozent reicher sein könnte, wenn die Temperatur bis dahin im Vergleich zum Niveau vor Beginn der Industrialisierung nicht um mehr als 1,5 Grad ansteigt. Bei den 1,5 Grad handelt es sich um ein im Pariser Abkommen vermerktes wünschenswertes Ziel, konkret vereinbart sind zwei Grad. Mehr als zwei Drittel der Länder würden vom Klimaschutz finanziell profitieren – womöglich ein Anreiz für einzelne Staaten, sich vermehrt um die Einhaltung der Klimaziele zu sorgen.

Quelle: taun.
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