Unfall und Vollsperrung

Tierisches Chaos auf der Autobahn

 - 14:20

Weil mindestens acht Kühe eines Bauers ausgebrochen sind, ist die Autobahn 1 bei Münster am Sonntagmittag in beide Richtungen auf unbestimmte Zeit voll gesperrt worden. Das sagte ein Sprecher der Polizei. Der Landwirt sei unterwegs, um die Tiere einzufangen. Die Sperrung betreffe die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Ascheberg und Münster-Hiltrup. Am frühen Nachmittag vermeldete der Verkehrsdienst des WDR bis zu 10 Kilometer Stau.

„Tierisches“ Verkehrschaos gab es in Nordrhein-Westfalen auch schon am Samstag. Eine über die Straße watschelnde Entenfamilie hat nahe Bocholt einen Unfall mit 10.000 Euro Schaden verursacht. Wegen der querenden Enten hatten mehrere Autofahrer am Samstag auf einer Landstraße gestoppt, wie die Polizei in Borken am Sonntag mitteilte. Ein 23-jähriger Autofahrer bemerkte den „Stau“ allerdings zu spät und prallte gegen den vor ihm haltenden Wagen. Dieser wiederum wurde gegen ein weiteres Auto geschoben.

Der 23-Jährige wurde verletzt und kam zur Beobachtung in Krankenhaus. Die Entenfamilie überstand den Vorfall den Angaben zufolge unbeschadet. Sie war noch vor Eintreffen der Polizei von der Unfallstelle gewatschelt.

Verkuppelte Schwäne in Thüringen

Gute Nachrichten aus der Tierwelt gibt es dagegen in Thüringen. Dort wurden zwei Schwäne erfolgreich verkuppelt. Der Radiosender „Antenne Thüringen“ half - erfolgreich - bei der Suche nach einer „Frau“ für einen einsamen Schwan in Meiningen. „Es gibt tatsächlich ein Happy End“, berichtete der Sender in der vergangenen Woche, nachdem in Finsterbergen (Kreis Gotha) eine Herzensdame für den einsamen Vogel gefunden worden war und beide Hochzeit in Meiningen gefeiert hatten.

Bereits im letzten Sommer sorgten zwei Schwäne auf Schloss Rosenau bei Coburg für bundesweites Aufsehen. Ein Tier war von einem Fuchs getötet worden, der Partner blieb alleine zurück. Auf der Suche nach einem neuen Trauerschwan startete die Schlösserverwaltung einen Aufruf, der sogar in Großbritannien und Neuseeland Resonanz gefunden hatte. Schließlich bot ein Züchter aus Ingolstadt den passenden Partner. Laut einer Sprecherin der Schlösserverwaltung geht es den beiden gut, das Paar verstehe sich prächtig.

Um die Ansiedelung von Trauerschwänen ranken sich oft Legenden, man weiß nicht genau, woher die Schwäne mit den auffälligen schwarzen Federn kommen. Die Tiere von Schloss Rosenau soll die britische Queen Victoria zum Zeichen der Trauer nach dem Tod ihres Ehemanns Albert in den Park gebracht haben.

Quelle: kbel./AFP
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