Weniger Unfälle, mehr Wale

Gute Nachrichten, die Sie verpasst haben dürften

 - 16:05

Die vergangene Woche war wieder voller positiver Meldungen – aber oft übersieht man sie in der Informationsflut. Wir befördern freitags die guten Nachrichten ans Tageslicht und fassen zusammen, was Sie in dieser Woche an erfreulichen Meldungen verpasst haben könnten.

Weniger Bergunfälle in Österreich

In den Bergen Österreichs gab es im vergangenen Winter weniger Unfälle als im Vorjahr. Das teilte das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit am Dienstag mit. Demnach verunglückten zwischen 1. November und 30. April 7333 Menschen in den Bergen Österreichs – gut 1600 weniger als im Jahr davor. Außerdem gab es neun Alpintote weniger. Weil immer mehr Wintersportler einen Helm tragen, habe vor allem der Anteil der Kopfverletzungen signifikant abgenommen, berichtete der Präsident des Kuratoriums. Bei Lawinenunglücken kamen 17 Menschen ums Leben, fünf weniger als im Vorjahr. Die Zahlen basieren auf den Angaben der Alpinpolizei.

Babyboom bei Buckelwalen

Den Buckelwalen in der Antarktis geht es prächtig – und unter den Tieren soll ein regelrechter Babyboom eingesetzt haben. Laut amerikanischer Wissenschaftler profitieren die Säuger davon, dass der Walfang seit den achtziger Jahren stärker reglementiert und damit deutlich eingeschränkt wurde. Den Buckelwalen kommt zunächst auch der Klimawandel zugute, da das schwindende Eis ihnen mehr Raum zur Futtersuche an der Wasseroberfläche bietet. Im Fachmagazin „Royal Society Open Science“ veröffentlichten die Forscher Ergebnisse aus sechs Jahren Walbeobachtung an der Antarktischen Halbinsel. Innerhalb des Untersuchungszeitraums stieg die Zahl der trächtigen Tiere merklich an – zuletzt fanden sich bei 60 Prozent der untersuchten Weibchen Schwangerschaftshormone.

Drohnen sollen Ostseeschwimmer retten

Wer an der Ostsee in Seenot gerät, kann künftig mit Hilfe von oben rechnen: Spezielle Drohnen sollen in Notfällen schnell an der Unglücksstelle sein und Plastikschläuche abwerfen, die sich im Wasser automatisch aufblasen. „Das kann helfen, Panik zu bekämpfen und Zeit zu gewinnen, bis die Rettungsschwimmer da sind“, erklärte Thomas Powasserat von der DRK-Wasserwacht Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag in Berlin. Mit dem offiziellen Start der Badesaison am 15. Mai sollen die fliegenden Retter an 14 Badestränden an der Ostsee sowie an vier größeren Binnenseen des Landes im Einsatz sein. Die Fluggeräte seien bis zu 85 km/h schnell und mit einer Kamera ausgestattet. Aus datenschutzrechtlichen Gründen würden die übermittelten Bilder nicht gespeichert. Mecklenburg-Vorpommern setzt die Drohnen als erstes deutsches Küstenland ein.

Buckelwal
Die Flosse zum Beschleunigen
© dpa, reuters
Quelle: nle./ taun./jant.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenÖsterreichMecklenburg-Vorpommern